Anzeige

News

Und was ist mit den Segelfliegern?

Autor: Zienau Veröffentlicht: 20. Januar 2015

Der SC Freiburg braucht ein neues Stadion, das steht fest. Am 1. Februar stimmen die Bürger der Stadt darüber ab ob Freiburg seinem SC bei dem Bau unter die Arme greift. Es regt sich allerdings Widerstand gegen die Pläne des Vereins.

Seit 60 Jahren spielt der SC Freiburg im Schwarzwaldstadion, nun ist seine Zeit abgelaufen. Der DFB hat der altehrwürdigen Spielstätte die Tauglichkeit für den Profisport aberkannt. Es zu modernisieren, würde sich nicht lohnen, daher möchte der Sport-Club ein neues bauen. Gerne auch mit finanzieller Hilfe der Stadt. Diese würde, falls kooperiert wird, die Infrastruktur um das neue Stadion aufbauen, während der Verein sich vollkommen um dessen Konstruktion kümmert.

Anzeige

Und weil man so einen schwerwiegenden Entschluss nicht ohne seine Bürger fällen sollte, Veranstaltet die Stadt im Breisgau am 01. Februar 2015 eine Abstimmung darüber, ob dem SC geholfen werden soll. Die Politik hat schon abgestimmt. Ganz Freiburg freut sich auf das neue Stadion.

Ganz Freiburg? Nein eine kleine Gruppe leistet standhaft Widerstand. Die Motor- und Segelflieger befürchten große Einschränkungen. Immerhin wurde ein Teil ihres Fluggeländes als idealer Standort für das Stadion auserkoren. Am Wolfswinkel soll das neue Heim des SC Freiburg entstehen.

Die Flieger wollen das nicht mitmachen. Sie sehen ihren Standort bedroht, gleichzeitig fürchten sie um die ökologische Vielfalt des Wolfswinkels. Dessen naturbelassene Wiesen seien besonders schützenswert. Leider schießen manche Argumente der Gegner übers Ziel hinaus. So ist das Argument, das Stadion verhindere bis zu 5000 Rettungsflüge pro Jahr und gefährde damit Menschenleben schlicht nicht wahr. Die Deutsche Rettungsflugwacht sagt, dass solche Flüge bei einem Stadionneubau überhaupt nicht eingeschränkt seien.

Auf der Website des Vereins bittet der Vorsitzende des Sport-Clubs, Fritz Keller, nun um einen fairen Wahlkampf. Dort heißt es:  „Hier werden fahrlässig Ängste geweckt, wider besseres Wissen. Die Verantwortlichen sollten sich überlegen, ob ihnen wirklich jedes Mittel recht ist.“ Bleibt zu hoffen, dass der Wahlkampf um den Wolfswinkel nicht zur Schlammschlacht ausartet. Das letzte Wort haben dabei auf jeden Fall die Freiburger Bürger.