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National

„Unbehagen hinsichtlich der politischen Situation im Land des Gegners“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. Juli 2017
Quelle: imago

Als einer von drei Vereinen der Regionalliga Südwest hat sich die TuS Koblenz dazu entschieden, nicht wie vom DFB geplant gegen die chinesische U20-Nationalmannschaft antreten. In einer Stellungnahme erklärt der Verein nun die Gründe. 

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„Wesentlicher Entscheidungsgrund war, dass kein wirkliches Konzept hinter dem Projekt und auch kein sportlicher Mehrwert für die teilnehmenden Vereine erkennbar waren. Auch konnte keine Einschätzung abgegeben werden, welchen sportlichen Leistungsstand die chinesische Mannschaft aufweisen wird“ heißt es darin. Selbst am Tag der finalen Entscheidung seien die Vereine erneut mit neuen, völlig geänderten Fakten konfrontiert worden, während gleichzeitig eine schnelle Zustimmung gefordert worden sei.

„Nicht nur bei Teilen unserer Fans, auch im weiteren Umfeld war deutlich spürbar, dass es ein Unbehagen hinsichtlich der politischen Situation im Land des Gegners gibt. Zudem steht in diesem Zusammenhang immer auch die Frage im Raum, wo die Kommerzialisierung des Fußballs seine Grenzen hat. Aus Sicht der TuS-Verantwortlichen wurden hier diese Grenzen überschritten, letztlich fehlt hier auch die Transparenz“,  so Arnd Gelhard, Präsident der TuS Koblenz.

Das Präsidium des Vereins begrüßt die Pläne der Fanszene, für das spielfreie Wochenende einen TuS-Familientag zu organisieren.