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International

Ultras Sur erklären Real-Präsident Peréz den Krieg

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 17. September 2014

Seit Jahren steht der Real-Präsident Florentino Peréz mit den Ultras seines Vereins auf Kriegsfuß. Nach mehreren Protestaktionen der Ultras Sur, die Peréz zum Rücktritt bewegen sollten, haben sie nun laut spanischen Medienberichten den Bogen mit einer makabren Aktion überspannt.

Zwischen Real-Präsidenten Florentino Peréz und den Ultras Sur herrscht wahrlich keine Sympathie. Schon seit Jahren versucht der Vereinsboss die Gruppe, die 1980 von rechten Extremisten gegründet wurde, aus dem Stadion zu verdrängen. Die Gruppe ist als gewaltbereit und radikal verschrien und dem Verein schon seit Jahren ein Dorn im Auge. 

In der Rückrunde der vergangenen Saison hat der Verein den Versuch gestartet die Ultras Sur aus dem Santiago Bernabéu zu vertreiben. Im Zuge eine Umstrukturierung der Südtribüne sollten die Ultras einer neu zusammengestellten Zuschauergruppe weichen. Es wurde ein Block unter dem Titel „93. Minute“ eingerichtet, der für junge Real-Anhänger im Alter von 18-35 Jahren vorgesehen ist. Der Block liegt genau am Stammplatz der Ultras Sur und hat somit unmissverständlich die Botschaft, dass diese nicht mehr gewünscht sind.

Protest und Provokationen der Ultras Sur gegenüber Peréz

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Die Ultras Sur fordern nun vehement den Rücktritt von Peréz und untermauerten ihre Ansichten mit Spruchbändern gegen den Präsidenten, die am Wochenende an viele Brücken der spanischen Hauptstadt hingen. Auf den Spruchbändern gegen den Real-Präsidenten, der auch Präsident des spanischen Baukonzerns ACS ist, war beispielsweise „Ich liebe Madrid, ich hasse seine Führer, tritt zurück Florentino“ oder „Hände weg von Madrid, ACS“ zu lesen. Darüber hinaus haben die Ultras Sur am vergangenen Samstag Flyer an den Eingängen des Bernabéu verteilt, mit denen sie zum Boykott des Projekts „93. Minute“ aufriefen.

Neben den Protestaktionen der Ultras Sur mittels Flyern, Spruchbändern und Gesängen überschritten sie mit einer weiteren Provokation alle Grenzen des guten Geschmacks.

Wie der spanische Radiosender „Cadena Cope“ heute bekannt gab, sollen angeblich Mitglieder der Gruppe zum zweiten Mal das Grab der verstorbenen Ehefrau Mariá Ángeles Sandoval besucht und verunstaltet haben. Sie starb am 22. Mai 2012 im Alter von 62 Jahren an einer Herzattacke nach Jahren des Kampfes gegen ihre Krebserkrankung. Das Grab wurde bereits vor ein paar Monaten schon einmal beschmiert, als die Ultras von ihrem Stammplatz im Stadion verdrängt worden sind.

 

st