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National

Ultras Nürnberg gehen auf Abstand zum Verein

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 21. November 2016
Quelle: imago

Das Verhältnis zwischen dem 1. FC Nürnberg und seinen Ultras hat in der jüngeren Vergangenheit arg gelitten. Seit dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am Freitagabend muss man diese Beziehung nun sogar wohl eher als Nicht-Verhältnis bezeichnen.

So kündigten die Ultras Nürnberg in ihrem Spieltagsflyer (Teil 1, Teil 2) an, vermeintliche Privilegien wie Arbeitskarten fürs Stadion oder den eigenen Container aufzugeben, da diese vom Verein immer wieder als Druckmittel eingesetzt worden seien. Nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel in Karlsruhe etwa hatte der Verein den Ultras eine Freundschafts-Choreo beim Pokalspiel gegen den FC Schalke 04 untersagt.

Die Ultras Nürnberg betonen jedoch, dass es nicht diese Sanktionen seien, die zu der jetzigen Entfremdung geführt hätten, sondern vielmehr die „vergiftete Atmosphäre am Valznerweiher“. Durch ihren Schritt erhofft sich die Gruppe „den für beide Seiten notwendigen Abstand“ zu gewinnen. Nur so sei „IRGENDWANN ein Neustart möglich“.

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In ihrem Flyer stellen die Ultras zudem klar: „Solange es Ultras Nürnberg geben wird, wird es auch immer Pyro, gezogene Zaunfahnen und Randale geben. Mal mehr, mal weniger,  aber Ultras Nürnberg wird es NIEMALS ohne diese Begleiterscheinungen geben.“

Zwar will sich die Gruppe auch in Zukunft dem Verein gegenüber „gesprächsbereit“ zeigen, „es gibt derzeit nur NICHTS mehr, worüber man sprechen müsste.“ Daher sei der Verzicht auf die Privilegien und der damit verbundene Abstand zum Klub mit dem Wiedererlangen der eigenen Unabghängigkeit gleichzusetzen.

Passend zur Thematik führte die Gruppe beim Heimspiel gegen Würzburg übrigens eine kleine Choreo durch. Mit Doppelhaltern wurde in der Nordkurve der Schriftzug „Bloodbrothers in a stormy night with a vow to defend“ gebildet – eine Zeile aus dem Bruce-Springsteen-Song „No Surrender“. In dem Video zu der Aktion ist auch die Ansprache des Vorsängers zu der Partie zu hören: