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National

Ultras Nürnberg fordern lebenslange Haft für bayrischen Innenminister

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 31. Juli 2017
Quelle: imago

Am 19. Juli hat der bayrische Landtag eine Verschärfung des sogenannten Gefährdergesetzes verabschiedet. Kritiker befürchten, dass Menschen dadurch für unbestimmte Zeit im Gefängnis sitzen könnten, ohne jemals eine Straftat begangen zu haben. Beim Saisonauftakt der 2. Bundesliga zeigten auch die Fans des 1. FC Nürnberg, was sie von diesem Gesetz halten. 

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„Dank neuem Gefährdergesetz: Herrmann jetzt für immer wegsperren!“, hieß es auf einem Spruchband der Ultras Nürnberg, die ihre Mannschaft nach dem Ende des Stimmungsboykotts wieder lautstark unterstützten, in Richtung des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU). Herrmann hatte sich immer wieder auch als Hardliner gegenüber Fußballfans präsentiert.

Die Verschärfung des Gesetzes sieht eine Ausweitung der sogenannten Präventivhaft vor. Wer in Bayern als Gefährder eingestuft wird, kann künftig für bis zu drei Monate in Haft genommen werden – mit wiederholter Option auf Verlängerung und ohne jemals eine Straftat begangen zu haben. Mit einem Augenzwinkern forderten die Ultras nun eine Anwendung dieser Maßnahmen für den eigenen Innenminister.

Auch auf einem weiteren Transparent kam die bayrische Landesregierung nicht gut weg: Die Gruppe Fiasko Nürnberg präsentierte ein Banner, auf dem sie Bayern Ministerpräsidenten Horst Seehofer in einer Reihe mit Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und Viktot Orban nannten.