Anzeige

National

Ultras Leverkusen rechnen mit Schade ab

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 04. November 2015
Quelle: imago

Nach Konflikten in der letzten Saison hatten sich Bayer Leverkusen und seine Fanszene eigentlich darauf verständigt, Differenzen künftig intern beizulegen. Nach den Ereignissen beim Pokalspiel bei Viktoria Köln in der vergangenen Woche kritisierte Geschäftsführer Michael Schade Fans des Vereins jedoch öffentlich. Die Ultras Leverkusen wollen das so nicht auf sich sitzen lassen und gehen nun ihrerseits mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit.

Anzeige

Mit ihrem Banner „Jeder Kölner ist ein Hurensohn“ und dem Einsatz von Pyrotechnik sorgten die Leverkusener Ultras für reichlich Gesprächsstoff nach ihrem Auftritt beim Pokalspiel in Köln. In ihrer ausführlichen Stellungnahme bezeichnen die Ultras Leverkusen Michael Schade, den Geschäftsführer des Vereins, nun als „aalglatten Lügner“. Dabei werfen sie ihm insbesondere vor, nach dem Spiel entgegen vorheriger Absprachen die Ultras öffentlich kritisiert zu haben und dabei auch Unwahrheiten verbreitet zu haben.

So betont die Gruppe, dass es entgegen der Äußerung von Michael Schade vonseiten der Fanszene kein Versprechen gegeben habe, auf Pyrotechnik zu verzichten. „Diese Aussage von Michael Schade ist glatt erlogen. Wir können es absolut nicht nachvollziehen, wie Michael Schade erneut in den Medien falsche Tatsachen als Fakten darstellt und sich wieder über die Fanszene hinweg mit solchen Äußerungen und vor allem Unwahrheiten an die Presse wendet. Der Unmut über diese Aussage zieht sich nicht nur durch die Ultraszene, sondern durch die gesamte aktive Fanszene. Es hat in der Vergangenheit viele Gespräche mit ihm gegeben, nach denen er immer wieder alles so gedreht und gewendet hat, wie es ihm passt. Sein Wort scheint immer als Wahrheit zu gelten, auch wenn etliche Personen das Gegenteil sagen und auch beweisen können. Halten wir hier fest: Michael Schade wird hier erneut seinem Ruf als “Meister der Lügen” gerecht“, heißt es in der Stellungnahme.

Darüber hinaus kritisieren die Ultras, dass der Verein wiederholt damit drohe, etwaige Strafen vom sogenannten „Fan-Budget“ abzuziehen. Dieses Budget gibt es laut der Gruppierung jedoch gar nicht. Auch, dass das Banner vom Pokalspiel solch große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, können die Ultras nicht nachvollziehen, da es sich um eine Beleidigung handle, wie es sie an jedem Spieltag in deutschen Stadien zu hören oder lesen gebe.