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National

Ultras Leverkusen erklären Stimmungsboykott

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. Januar 2017
Quelle: imago

Obwohl Bayer Leverkusen am Sonntag mit 3:1 gegen Hertha BSC gewann, war die Stimmung in der BayArena teilweise gespenstisch. Kurzfristig hatten sich die Ultras Leverkusen dazu entschlossen, den Support in der Nordkurve an diesem Nachmittag nicht zu organisieren. 

Zu dem Entschluss waren die Ultras gekommen, nachdem der Brandschutzbeauftragte des Vereins eine geplante Choreografie kurzfristig untersagt hatte, weil das Material nicht feuerfest sei. „Ein Material, das man schon immer für Choreos verwendet hat, sollte plötzlich nicht mehr den Bestimmungen entsprechen“, kritisieren die Ultras auf der Facebook-Seite ihres Stadionhefts.

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Für die Gruppe war dies jedoch nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Schon zuvor hatte es heftig rumort zwischen der aktiven Fanszene und der Vereinsführung. So wurde ein Mitglied der Ultras vom Verein mit einem Stadionverbot für fünf Heimspiele belegt, weil er Teile eines Banners ins Stadion geschmuggelt haben soll, mit dem sich die Ultras zum Ausbau der A1 auf Leverkusener Stadtgebiet positionierten. Zuvor hatte Bayer 04 eine Präsentation des Spruchbands untersagt, weil „politische Botschaften in der BayArena grundsätzlich verboten seien.“

Darüber hinaus hätte sich die aktive Fanszene wohl auch mehr Unterstützung vom eigenen Verein in Bezug auf die bundesweiten Stadionverbote für die beiden Vorsänger wegen Stehens auf einem Zaun gewünscht. Der Versuch, eine Ausnahme dieser Verbote zumindest für das heimische Stadion zu erwirken, sei jedoch am DFB gescheitert, erklärt Meinolf Sprink, Direktor für die Abteilungen Fans und Soziales, gegenüber RP Online. Ob Verein und Fanszene wieder zueinander finden und somit auch die Stimmung im Stadion wieder besser wird, werden wohl die nächsten Wochen und Spiele zeigen.