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National

Ultras Kiel rechnen mit Polizeieinsatz ab

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 28. September 2015
Quelle: imago

Die Supside Ultras Kiel liefern ihr Fazit nach dem Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock. Und werden dabei ziemlich deutlich.

Am 19. September fand das Nordost-Duell vor rund 7.700 Zuschauern statt und hatte ein besonders großes Aufgebot an Polizeibeamten zu bieten. Diese handelten aus Sicht der Supside Ultras chaotisch und alles andere als verhältnismäßig. So sollte der gemeinsame Marsch zum Stadion spontan auf dem Bürgersteig anstatt auf der Straße stattfinden, angeblich um den Verkehr nicht zu behindern. Allerdings sollen die Beamten mit ihren Einsatzfahrzeugen die Kieler nebeneinander auf der Straße begleitet haben.

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Scharf kritisiert wird auch der Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken, wovon auch Fans betroffen sein sollen, die sich gar nicht an der gemeinsamen Anreise beteiligten. Angeblich vermutete die Polizei vermummte Rostocker im Kieler Mob. Im Stadion schwieg man dann zunächst aus Protest – für 13 Minuten und 12 Sekunden. Und kommt zum deutlichen Fazit:

„Wenn ein sogenanntes polizeiliches Konzept darauf ausgelegt ist, Menschen ohne wirkliche Gründe und Rücksicht auf Verluste vorsätzlich zu verletzten, kann man fast davon ausgehen, dass die Polizei mal wieder versucht, der aktiven Holstein-Fanszene zu schädigen und dies bedeutet, im schlimmsten Fall, eben Stille im Holstein-Stadion.“

Den kompletten Bericht könnt ihr hier  nachlesen.