Anzeige

National

Ultras Hannover treten erneut in Stimmungsboykott

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. Februar 2018
Quelle: imago

Nachdem Martin Kind seinen Antrag auf Erteilung einer Ausnahme-Genehmigung von der 50+1-Regel Anfang Februar zurückgezogen hatte, hatten die Ultras Hannover ihren seit Saisonbeginn andauernden Stimmungsboykott vorerst ausgesetzt. Ab dem heutigen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach werden die Ultras jedoch wieder schweigen.

Am Donnerstag hatte der Verein eine für Montag angekündigte Podiumsdiskussion mit Vertretern der Fanszene platzen lassen. Als Grund gab der Verein an, dass er mit drei der fünf Vertreter nicht diskutieren wolle.

Anzeige

So bestehe gegen einen der Teilnehmer ein bundesweites Stadionverbot, ein anderer sei Kläger in einem laufenden Rechtsverfahren gegen Hannover 96 und die dritte Person habe Anzeigen gegen Vertreter von Hannover 96 erstattet. In einer Stellungnahme bezeichnete die Fanhilfe Hannover Teile dieser Begründungen als Lüge.

Weil Hannover 96 darüber hinaus auch keine Anstalten macht, die 119 Fans, die im vergangenen Sommer vergeblich Mitgliedsanträge gestellt hatten, rückwirkend aufzunehmen oder zumindest anzuschreiben, wollen die Ultras ab sofort im Stadion wieder schweigen. „Unser schärfstes Schwert ist die Kurve und die Stimmung, die von uns allen ausgeht. Nichts verschafft uns mehr Gehör als unser Schweigen“, heißt es in einer Erklärung der Ultras.

Die Gruppe will jedoch niemandem einen Vorwurf machen, „der trotzdem die Mannschaft in dieser sportlichen Situation unterstützt. Wir für uns können allerdings morgens nicht mehr in den Spiegel gucken, würden wir nach dieser bodenlosen Frechheit einfach so weitermachen, als wäre nichts gewesen.“