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National

Ultras Gelsenkirchen kritisieren „Schalke Bonus“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 13. Januar 2015
Quelle: imago

Seit November bietet der FC Schalke 04 seinen Fans ein Bonusprogramm an. Durch den Kauf von Tickets oder Fanartikeln können die Anhänger sogenannte Fanmeilen sammeln und diese später gegen Prämien eintauschen. Die Ultras Gelsenkirchen halten die Aktion jedoch für mehr als fragwürdig.

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Im „Blauen Brief“ zum Heimspiel gegen den 1. FC Köln kritisieren die Ultras, dass es bei dem Bonusprogramm in erster Linie um die Sammlung von Daten gehe. Durch die Prämien versuche der Klub, seinen Fans bei der Preisgabe von Daten ein gutes Gefühl zu vermitteln. „Durch dieses positive Gefühl wird versucht, die Kundenbindung voranzutreiben und gleichzeitig hat man alle nötigen Daten gebündelt, um diese dann individuell zu nutzen oder vielleicht auch an seine Sponsoren weiterzugeben“, heißt es in dem Magazin der Schalker Ultras.

Darüber hinaus zeige die Aktion, „wie sehr auch unser Verein in den ökonomischen Zugzwängen des modernen Fußballs gefangen ist. Die Bindung zum Verein geschieht über die Identifikation mit diesem, nicht über Prämien, das funktioniert schon seit über 110 Jahren, aber leider reicht das wohl nicht. Man will immer mehr mehr mehr und damit auch noch eine menge Geld verdienen.“

Den Schalker Fans geben die Ultras dann auch eine eindringliche Botschaft mit auf den Weg: „Wir können jedem nur raten dieses Spielchen nicht mitzuspielen und sich daher nicht für diesen Kack zu registrieren!“