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National

Ultras GE fordern volles Gästekontingent für BVB-Fans

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 11. November 2015
Quelle: imago

Das letzte Revierderby war für die Schalker Fangemeinde in doppelter Hinsicht entbehrungsreich. Nicht nur die Niederlage schmerzt die königsblaue Fanseele, auch der weitreichende Boykott der Schalker Anhänger war schmerzhaft – allerdings bitter nötig, meinen die Ultras GE. Daher blickt die Gruppe zumindest in mancher Hinsicht auch zufrieden auf das Derby zurück.

In einer Stellungnahme bilanziert die Gruppe, dass es der Nordkurve Gelsenkirchen gelungen sei, „ein eindeutiges Zeichen gegen die Willkür von Polizei, Politik und Verband zu setzen.“ Weiterhin bedanken sich die Ultras für das geschlossene Auftreten und den Zusammenhalt der Fanszene, nicht zuletzt durch den beeindruckenden Trainingsbesuch im Vorfeld des Derbys.

Gleichwohl betont die Gruppe, dass der Boykott nicht auf Wiederholung angelegt sei und fordern für das Rückspiel das volle Kartenkontingent für die ungeliebten Nachbarn aus Dortmund. „Wir hoffen daher von tiefstem Inneren, dass die Verantwortlichen unseres Vereins die angekündigte Linie für das Rückspiel in Gelsenkirchen beibehalten und die unbeliebten Gäste aus der Nachbarstadt die vollen 100 Prozent des Gästekartenkontingents zugesprochen bekommen und somit der Boykott in all seinem Umfang eine einmalige Sache war.“

Nachfolgend die Stellungnahme der Ultras Gelsenkirchen im Wortlaut:

Glückauf Schalker,

ein gleichermaßen deprimierendes als auch beeindruckendes Derbywochenende liegt nun hinter uns. Deprimierend, weil wir aus den bekannten Gründen unsere Mannschaft beim wichtigsten Auswärtsspiel der Saison nicht wie gewohnt lautstark und emotional unterstützen konnten. Ein Entschluss, welcher vielen von uns auch drei Tage nach dem Spiel noch schwer im Magen liegt. Beeindruckend, weil wir es als Nordkurve Gelsenkirchen gemeinsam geschafft haben, ein eindeutiges Zeichen gegen die Willkür von Polizei, Politik und Verband zu setzen.

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Deswegen war der Boykott aus unserer Sicht nötig, um deutlich zu machen, welche langfristigen Folgen diese unbegründeten Auflagen und Sanktionen für zukünftige Revierderbys haben werden.
Vor allem das Derby lebt mehr als jedes andere Fußballspiel von den Emotionen und der Leidenschaft der Fans. Wir hoffen daher von tiefstem Inneren, dass die Verantwortlichen unseres Vereins die angekündigte Linie für das Rückspiel in Gelsenkirchen beibehalten und die unbeliebten Gäste aus der Nachbarstadt die vollen 100 Prozent des Gästekartenkontingents zugesprochen bekommen und somit der Boykott in all seinem Umfang eine einmalige Sache war.

Volles Gästekontingent und freie Anreise – 100 % Derby!

Trotzdem hat dieses Wochenende auch eindrucksvoll bewiesen, dass bei solch elementaren Themen der Fankultur, ein großer Zusammenhalt in unserer königsblauen Fanlandschaft besteht.So wollen wir uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Schalkern bedanken, die am vergangenen Samstag den Besuch des Abschlusstrainings unserer Mannschaft zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Ebenso bei den über 6.000 Königsblauen, die am Sonntag das Spiel gemeinsam mit uns in der Arena verfolgt haben, um zusammen ein klares Zeichen gegen Repressionen und Sanktionen zu setzen.

So wie einst, ja so soll es wieder sein!

Auch wenn es aus sportlicher Sicht leider erneut nicht gereicht hat, scheinen unsere Forderungen bei der Mannschaft angekommen zu sein. So war der Wille und der, im vergangenen Jahr so stark vermisste, Kampf und Einsatz unserer Elf über weite Strecken der Bedeutung des Spiels mehr als gerecht.

Daher ist es aus unserer Sicht umso wichtiger, unserer jungen und unerfahrenen Mannschaft bei den Herausforderungen der kommenden Wochen den Rücken zu stärken.
Lasst uns den Jungs auch in schwierigen und nicht erfolgreichen Momenten ein eindrucksvoller, lautstarker und nicht zu brechender Rückhalt sein, so wie wir es in den vergangenen Wochen schon oft auf den Rängen gezeigt haben.

Dass es nur gemeinsam geht, hat das vergangene Wochenende einmal mehr auf beeidruckende Art bewiesen.