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National

Ultrà Sankt Pauli beklagt Lethargie in der eigenen Kurve

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 07. August 2017
Quelle: imago

Vor dem ersten Heimspiel der neuen Zweitligasaison gegen Dynamo Dresden gibt sich Ultrá Sankt Pauli selbstkritisch, was die Stimmung bei Heimspielen in der eigenen Kurve angeht. 

So sprechen die Ultras auf ihrer Webseite von einer „Lethargie“, die sich eingeschlichen habe. „Die Südkurve hat immer mehr an Power und Lebhaftigkeit verloren“, gesteht sich die Gruppe ein. „An vielen Stellen, von Mittelblock bis hin an die äußeren Zaunstreben, hat man sich eingerichtet, hat seinen Anspruch verloren und ist schlichtweg lahmer geworden und lässt die Spiele vorbeiziehen. Unter der Oberfläche laufen zwar noch verdammt viele phantastische Dinge, doch beim Kern des Ganzen, der Unterstützung der Mannschaft, haben wir immer weiter abgebaut.“

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Anlässlich des eigenen 15-jährigen Bestehens sowie des Umzugs in die Südkurve vor zehn Jahren will Ultrá Sankt Pauli diese Lethargie in der neuen Saison nun durchbrechen: „Wir wollen den Fokus wieder auf eine kreative, bunte und vor allem laute Kurve legen, in der nicht der Funke vom Rasen überspringen muss, sondern bei der die Mannschaft weiß, dass sie bis zum Ende auf diese Kurve setzen kann.“

Dazu wollen die Ultras verschiedene Dinge in der Südkurve ausprobieren mit dem Ziel, die Stimmung zu verbessern beziehungsweise die Gemeinschaft in der Kurve zu stärken und allen die Möglichkeit zu geben, daran teilzuhaben. Unter anderem sollen auf einem offenem Treffen an jedem zweiten Mittwoch Entscheidungen für die Südkurve getroffen werden.

Gleichzeitig nimmt die Gruppe jeden Fan der Südkurve in die Pflicht: Für die Stimmung seien nicht allein die Vorsänger oder die größeren Gruppen verantwortlich, „sondern wir alle, alle, alle.“ Es werde „von jeder und jedem erwartet, sich bei den Spielen an der Unterstützung der Mannschaft zu beteiligen.“

Auf diese Weise soll der Anspruch erneuert werden, „dass alle hinter dem großen Ziel stehen, jedes Heimspiel zu einem Fest zu machen, zum Ausnahmezustand und zu einem Beweis für die Liebe zu diesem Verein.“