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International

UEFA-Mafia-Banner in Marseille und ein Gerichtsverfahren gegen Stadtverbote

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. September 2018

Beim Geisterspiel zwischen Olympique Marseille und Eintracht Frankfurt dürfen lediglich Medienvertreter und Offizielle ins Stadion. Ob Fans von Eintracht Frankfurt überhaupt in die Stadt dürfen, wird noch entschieden. Marseille-Anhänger haben diese in der Zwischenzeit mit Anti-UEFA-Bannern beflaggt.

Begründet hatte die UEFA ihre Entscheidung aufgrund verschiedener Vorfälle in der vergangenen Europa-League-Saison. Die Abneigung gegenüber dieser Entscheidung präsentierten die Fans von Marseille auf einer Reihe von Transparenten mit dem Aufschrift „UEFA MAFIA“.

Unterdessen haben Fanorganisationen der Eintracht und der europäische Fanverband „Football Supporters Europe“ die UEFA sowie die Französische Polizei für die Aufenthaltsverbote kritisiert. Diese würden nicht im Einklang mit geltendem EU-Recht auf Freizügigkeit stehen, erklären die Fanorgane in ihrem gemeinsamen Statement. Sollte die kurzfristige einberufene Anhörung keine Lösung bringen, sind die Vertreter der Eintracht gewillt weitere rechtliche Schritte bis und notfalls zur höchsten Instanz zu gehen.

Eintracht Vorstandsmitglied Axel Hellmann hatte bereits nach bekanntwerden des Verbots starke Kritik geäußert: „Dieser Erlass stellt unsere Fans unter einen Generalverdacht, dem wir in aller Klarheit widersprechen. Und es wird überdeutlich, dass dringender Handlungsbedarf bei der UEFA hinsichtlich der Anwendungspraxis von Kollektivstrafen besteht. Im Ergebnis sperrt man uns als völlig unbeteiligte Dritte nicht nur von einem Spiel, sondern aus einer ganzen Stadt aus. So kann das nicht weitergehen.“

Nachfolgend die Stellungnahme der Fanorganisationen in englischer Originalfassung: