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National

Übergriff auf Fanprojekt ein Tabubruch?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 22. September 2014

Das Gladbacher Fanprojekt „De Kull“ hat nach dem Rheinderby am Sonntag Stellung zum Übergriff auf die Räumlichkeiten des Fanprojekts bezogen. Kölner Fans hatten am vergangenen Freitag dort einen großen Sichtschutz entwendet, der einen Zaun verdeckt hatte. Den Sichtschutz hatten Jugendliche mit verschiedenen Borussia-Graffitis verziert.

Während des Derbys präsentierten Kölner Fans die erbeutete Trophäe auf der Südtribüne. Das Fanprojekt beklagt in seiner Erklärung, dass mit dem Diebstahl ungeschriebene Regeln verletzt worden seien. „Fanprojekte sind Einrichtungen der Jugendhilfe und sollten von allen handelnden Personen und Organisationen rund um den Fußball als Schutzraum akzeptiert und anerkannt werden. Wenn dieser Freiraum für junge Fans von außen angegangen wird, erschwert dies die Stellung und die Arbeit unseres bzw. der Fanprojekte“, heißt es in der Stellungnahme. „Wir können uns beim besten Willen nicht erklären, was dieses Handeln der ‚Fans‘ des 1.FC Kölns mit Rivalität oder gar Ultrámentalität zu tun haben soll.“

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Weiterhin erkennt das Fanprojekt auch Versäumnisse beim 1. FC Köln. „Auch ist uns unerklärlich, warum das Einbringen und Zeigen des entwendeten Zaunsichtschutzes von den Verantwortlichen des 1.FC Köln, denen der Vorfalls selbstverständlich zur Kenntnis gebracht wurde, nicht verhindert wurde. Wir fordern die Verantwortlichen des 1.FC Köln auf, den Vorfall aufzuklären.“ „De Kull“ kündigt weiterhin an, den Vorfall der Koordinationsstelle Fanprojekte und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte zu melden.