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National

TuS Koblenz wirft seine Ultras raus

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 24. April 2014
Quelle: imago

Regionalligist TuS Koblenz hat mit einer ungewöhnlich drastischen Maßnahme auf mehrere Zwischenfälle in den letzten Spielen reagiert: Die Koblenzer Ultra-Gruppierung Inferno Koblenz erhält ein kollektives Stadionverbot – allerdings nur für ein Spiel.

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Damit reagiert der Verein laut Geschäftsführer Ulrich Schulte-Wissermann auf die „unerfreulichen Vorkommnisse“ in der laufenden Saison wie das Zünden von Pyrotechnik (Auswärtsspiel in Offenbach, Pokalspiel gegen Eintracht Trier), die Vorfälle am Rande des Freundschaftsspiels in Oberhausen und aktuell das „nicht zu entschuldigende Verhalten“ vor dem letzten Ligaspiel in Baunatal. Dort soll es zu unter anderem zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Inferno Koblenz und Stadionordnern gekommen sein.

Durch die wiederholten Negativauftritte sei das Ansehen der TuS Koblenz in der Öffentlichkeit, bei Sponsoren und Partnern, anderen Vereinen sowie den Verantwortlichen in Liga und Verbänden „massiv beschädigt“ worden, heißt es in der Stellungnahme des Vereins. Hinzu kommen, betont Schulte-Wissermann, finanzielle Belastungen durch entsprechende Geldstrafen für den Verein. Daher „mussten wir jetzt deutlich reagieren und ein klares Zeichen für Anstand und gegen Randale setzen“.

Das Stadionverbot gilt allerdings vorerst nur für das kommende Heimspiel gegen Waldhof Mannheim. Bei dem durchaus brisanten Aufeinandertreffen dürfen auch keine Zaunfahnen der Gruppe angebracht werden. Durch die vorerst nur ein Spiel andauernde Strafe hofft die TuS, die Ultras zu veranlassen, „ihr künftiges Verhalten den Vereinsinteressen anzupassen.“