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„Trotz jeder Schikane aus Frankfurt immer hinter der Mannschaft stehen“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 27. Januar 2015
Quelle: imago

Geisterspiele gehören zu den härtesten Sanktionen, die der DFB-Strafenkatalog hergibt. Dynamo Dresden wird dieses Schicksal beim Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt am 7. Februar nun sogar schon zum zweiten Mal zuteil. Ein geplantes Public Viewing des Spiels fällt ebenfalls ins Wasser.

Wie die Ultras Dynamo bekanntgeben, haben wirtschaftliche Abwägungen schließlich dazu geführt, die Idee eines „Rudelguckens“ zu verwerfen. „Neben dem Ziel des gemeinschaftlichen Schauens des Spiels sollte mit der Aktion auch ein spürbarer Gewinn erzielt werden. Der Gewinn sollte unserer SGD zugutekommen, um damit die Einnahmenverluste von diesem Tag wenigstens ein Stück weit aufzufangen. Dies ist uns schlussendlich leider nicht bzw. nur zu extrem hohen Kosten gelungen. Nach Beurteilung aller kalkulatorischer Risiken […] stand unter dem Strich, bei wirklich maximaler Auslastung, gerade so eine schwarze Null. Dieses Ergebnis entspricht nicht unseren Vorstellungen“, erklärt die Gruppe.

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Der DFB hatte in seiner Urteilsbegründung generell untersagt, dass am Spieltag ein Public Viewing auf dem Vereinsgelände oder im Stadionumfeld durchgeführt wird. Der Verein konnte also auch kein geeignetes Areal bereitstellen. Die aktive Fanszene verzichtet nach dem Scheitern ihres Plans auf jede größere Aktion am Spieltag. Dennoch rufen die Ultras alle Dynamo-Fans auf, zum Anpfiff der Partie am Treppenaufgang des K-Blocks die Mannschaft zu unterstützen und ihr zu zeigen, „dass wir trotz jeder Schikane aus Frankfurt/Main immer hinter ihr stehen werden.“ Als Anschlussprogramm schlägt die Gruppe vor, das Spiel in den Fankneipen in Stadionnähe zu verfolgen.

Verlust soll durch Aktionen bei den nächsten Heimspielen aufgefangen werden

Beim ersten Geisterspiel gegen den FC Ingolstadt hatten die SGD-Anhänger 2012 über 30.000 „Geistertickets“ verkauft und somit die finanziellen Einbußen für den Verein deutlich mildern können. Die Ultras betonen jedoch: „Eine reine ‚Kopie‘ des Ingolstadt-Spiels kommt für uns nicht in Frage, da die Wahrnehmung und die in Dresden vorherrschende Stimmung zu diesem Urteil eine ganz andere als im Jahr 2012 ist.“

Stattdessen gebe es bereits konkrete Ideen, wie der Verlust in den nächsten Heimspielen kompensiert werden könne. Weitere Informationen dazu sollen in den nächsten Wochen folgen.