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International

Tote Fische im Briefkasten von Journalisten – Tatverdächtiger Fan wird freigesprochen

Autor: peter Veröffentlicht: 21. Mai 2014
Quelle: imago

Ein Fan des FC Zürich soll an einer Racheaktion gegen „Blick“-Journalisten beteiligt gewesen sein. Das Züricher Obergericht hat ihn nun jedoch freigesprochen.

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Tote Fische im Briefkasten von „Blick“-Journalisten (ein Schweizer Boulevard-Blatt ähnlich der deutschen „Bild“) und beleidigende Botschaften, wie „Ruf-Mörder, Kinderschänder oder Vergewaltiger“ gegen Reporter sorgten dafür, dass ein FCZ-Fan bereits im November vom Bezirksgericht Zürich schuldig gesprochen wurde. Zu unrecht, wie das Obergericht nun festgestellt hat. Als Entschädigung für eine zweiwöchige Untersuchungshaft, bekommt der Beschuldigte 2300 Franken.

Der Fall geht zurück auf eine Artikelserie der „Blick“-Zeitung im Herbst 2011. Ein FCZ-Fan hatte im Stadion eine Fackel mit einer Petarde verwechselt und bei der Explosion drei Finger verloren. Damals hatte sich das Boulevard-Blatt über den als „Petarden-Trottel“ verhöhnten Fan lustig gemacht, woraufhin einige FCZ-Fans Rache an den Journalisten nehmen wollten.