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National

Teilausschluss, Geldstrafe und Auflagen für 1. FC Köln

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 12. März 2015
Quelle: imago

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den 1. FC Köln mit drastischen Strafen belegt.

Nach den Vorfällen beim Spiel in Duisburg und Mönchengladbach werden die Blöcke S3 und S4 auf der Südtribüne in den kommenden drei (!) Heimspielen gesperrt. Bei den betroffenen Partien empfangen die Domstädter Hoffenheim, Leverkusen und Schalke. Von der Sperre sind rund 2.500 Fans betroffen. Die Dauerkarteninhaber werden anteilig entschädigt, bereits gekaufte Tickets werden storniert.

Bei allen verbleibenden Auswärtsspielen des FC müssen Auflagen erfüllt werden. Das bedeutet: personalisierte Tickets für die Spiele in Freburg, Berlin, Augsburg und Mainz. Darüber hinaus verpflichten sich Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln zur Erarbeitung und Umsetzung eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts für die beiden kommenden Duelle in der Liga.

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Außerdem wurde der rheinische Klub zu einer Geldstrafe von insgesamt 200.000 Euro verurteilt, wovon das meiste jedoch in Präventiv-Maßnahmen investiert werden kann.

Die umfassende Bestrafung begründet der Verband mit wiederholten Vergehen der Kölner Fans in den letzten Jahren. Aufgrund von Geschehnissen in Düsseldorf im Dezember 2013 stand der Verein zudem noch unter Bewährung. Laut Begründung des Strafantrags wäre es zu einem kompletten Zuschauerausschluss gekommen, wenn der Club nicht durch umfangreiche präventive Fan-Arbeit aufgefallen wäre.

In einer Stellungnahme auf der Website spricht der FC von einer “ finanziell wie organisatorisch“ großen Herausforderung. Man merkt jedoch auch an, dass „die Eingrenzung der Teilausschlüsse auf bestimmte Blöcke der Südkurve statt einer kompletten Sperrung des Stehplatzbereichs ein wichtiges Signal des DFB“ sei, „dass er im Kampf gegen das unsportliche Verhalten von Problemfans an zielgerichteten Sanktionen interessiert ist.“

Der Club hat dem Urteil zugestimmt, woraufhin die Verfahren wegen Böllerwürfen in Frankfurt und Leverkusen sowie Pyrotechnik in Hamburg eingestellt wurden.