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National

Teilausschluss auf Bewährung für Fortuna Düsseldorf

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. Juni 2016
Quelle: imago

Das Sportgericht des DFB hat den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf unter anderem wegen der Vorfälle beim Derby in Duisburg zu einem Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung verurteilt. Darüber hinaus muss der Klub eine Geldstrafe von 25.000 Euro zahlen.

Die Bewährungszeit läuft bis zum 30. April 2017. Die Vollstreckung des Zuschauer-Teilausschlusses erfolgt nur dann, wenn es innerhalb der Bewährungszeit zu einem schwerwiegenden Wiederholungsfall kommen sollte.

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Für die mögliche Vollstreckung macht das Urteil klare Vorgaben: So müssen in diesem Fall beim darauffolgenden Düsseldorfer Zweitliga-Heimspiel die Blöcke 36 bis 39 im Stadion leer und geschlossen bleiben. Zudem dürfen dort auch keine Banner, Plakate oder Transparente aufgehängt werden. Von der Sperrung betroffen wäre somit die neue Heimat der aktiven Fanszene. Nach Ablauf der Saison hatten die Ultras Düsseldorf bekannt gegeben, aus dem Block 42 in der Ecke der Südtribüne wieder in die Mitte des Blocks zurückzukehren.

Grund für die Strafe sind unter anderem Vorfälle rund um das Derby beim MSV Duisburg im April, bei dem es bereits vor dem Spiel im Eingangsbereich zu tumultartigen Szenen und körperlichen Auseinandersetzungen mit Ordnern und der Polizei kam. Verein und Fanszene hatten das Vorgehen der Polizei nach dem Spiel scharf kritisiert. Während der Partie wurde im Düsseldorfer Zuschauerbereich zudem zu unterschiedlichen Zeitpunkten Pyrotechnik gezündet, was in der 53. Minute zu einer etwa dreiminütigen Spielunterbrechung führte, weil einige Bengalos auf dem Spielfeld gelandet waren.

Darüber hinaus wurde vor Beginn des Zweitligaspiels bei Arminia Bielefeld am 2. April 2016 wurde im Düsseldorfer Block Pyrotechnik gezündet und in Richtung des Spielfeldes geworfen. Der Anpfiff verzögerte sich dadurch um knapp eineinhalb Minuten. In der 89. Minute wurde zudem an gleicher Stelle ein Rauchtopf angesteckt.

Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.