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National

Symbolik der Saalefront Ultras ab sofort verboten

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 22. Juli 2014
Quelle: imago

Fanzeit berichtete, dass die Saalefront Ultras zusammen mit anderen Fanclubs und Gruppierungen aus dem HFC-Fanszene e.V. austreten und den neuen „Fan-Ethik-Kodex“ nicht unterschreiben. Nun reagiert der Hallesche FC und verbietet jegliche Symbolik im Zusammenhang mit der Gruppe Saalefront.

Der Hallesche Fußballclub hat auf seiner Vereinswebsite bekanntgegeben, dass man nun die Vorkommnisse im Landespokalfinale gegen den 1. FC Magdeburg aufgearbeitet hat und deswegen ab sofort jegliche Symbole der Gruppe Saalefront verbietet. In der Stellungnahme heißt es, dass „verbotene Handlungen im ERDGAS Sportpark eindeutig der Gruppierung Saalefront zugeordnet werden“ können. Weiter stellt der HFC klar, dass der Verein sich gegen jegliche „Erscheinungsform von Gewalt, Extremismus und Rassismus offen und konsequent“ ausspricht.

Den Saalefront Ultras wird „untersagt, jegliche Symbolik, die auf die Saalefront hinweist, im ERDGAS Sportpark zu tragen bzw. öffentlich zu dokumentieren.“ Der Verein strebt nach einer gesunden Fankultur ohne Gewalt und ohne Pyrotechnik. Es wird hervorgehoben, dass das Verbot ernst gemeint ist und der Ordnungsdienst im Stadion dazu angewiesen ist, entsprechende Personen mit Saalefront-Symbolik „des Stadions zu verweisen bzw. den Zutritt zu verwehren. Eine Stellungnahme der Saalefront Ultras gibt es bisher noch nicht.

 

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Nachfolgend die Stellungnahme des Halleschen FC im Wortlaut

„Der Hallesche Fußballclub reagiert auf die Vorkommnisse beim Landespokalfinale gegen den 1. FC Magdeburg am 14.05.2014 im ERDGAS Sportpark in Halle. Im Hinblick auf die Saison 2014/2015 sind ab sofort jegliche Symbole der Gruppe Saalefront verboten. Im Zuge der Erkenntnisse nach dem Landespokalfinale gegen den 1. FC Magdeburg können verbotene Handlungen im ERDGAS Sportpark eindeutig der Gruppierung Saalefront zugeordnet werden. Der Hallesche FC verbietet deshalb jegliche Symbolik der Gruppe Saalefront im ERDGAS Sportpark in Halle sowie jeglichen Spielstätten des HFC. In den letzten Jahren und insbesondere im oben genannten Landespokalfinale gegen den 1. FC Magdeburg kam es wiederholt zu sicherheitsrelevanten Vorkommnissen. Wegen des unerlaubten Abbrennens von Pyrotechnik kam es im Landespokalfinale zu einer Spielunterbrechung. Der HFC ist sich bewusst, dass es unter den Mitgliedern der Saalefront einzelne Personen gibt, die sich gewaltbereit zeigen und bereits sicherheitsrelevant in Erscheinung getreten sind. Der Hallesche Fußballclub hat mehrfach deutlich kommuniziert, dass diese Personen nicht akzeptiert werden und hat auch in der Vergangenheit schon entsprechend reagiert. Der HFC tritt jeglicher Erscheinungsform von Gewalt, Extremismus und Rassismus offensiv und konsequent entgegen.

Da im Rahmen mehrerer Treffen in den vergangenen Jahren zwischen dem HFC und der Ultragruppierung Saalefront getroffene Absprachen und die durch den Verein ausgesprochenen Anordnungen wiederholt missachtet worden sind, wird der Saalefront in Zukunft untersagt, jegliche Symbolik, die auf die Saalefront hinweist, im ERDGAS Sportpark zu tragen bzw. öffentlich zu dokumentieren.

Eingebettet ist dieses Symbolikverbot in eine „Erklärung, die mit Null-Toleranz bei Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus“ zu umschreiben ist. Die Vereinsphilosophie des Halleschen Fußballclubs basiert auf einer gesunden Fankultur ohne Gewalt, ohne Extremismus, ohne Rassismus und ohne Pyrotechnik. Strafrechtlich auffällige Personen müssen mit weitreichenden Konsequenzen rechnen. Das Auftreten der Gruppierung Saalefront in den letzten Jahren steht der Vereinsphilosophie deutlich entgegen. Aus diesem Grund hat das Präsidium des Halleschen Fußballclubs beschlossen, das Tragen jeglicher Symbolik der Ultragruppierung Saalefront zukünftig in allen Spielstätten des HFC zu verbieten. Das Präsidium des HFC weist darauf hin, dass dieses Verbot mit allem Nachdruck durchgesetzt werden wird. Sollte diesem Symbolikverbot zuwider gehandelt werden, ist der Ordnungsdienst angewiesen, entsprechende Personen des Stadions zu verweisen bzw. den Zutritt zu verwehren.

Der zwischenzeitlich eingetretene Imageverlust für den Halleschen Fußballclub und die Stadt Halle ist nicht mehr akzeptabel.“

jh