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National

Südkurve Köln spricht sich gegen den Vorstand aus

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. Dezember 2017
Quelle: imago

Nach dem offenen Brief des Vorstands antwortet die Südkurve Köln mit Kritik, die weit über die sportliche Situation hinausgeht.

Kritisiert wird die Öffentlichkeitsarbeit und die unwürdige Entlassung von Trainer Peter Stöger, aber vor allem die „realitätsfremden“ Zukunftspläne des Vereins. Auf der letzten Mitgliederversammlung, bei der auch die von Fans eingebrachte Satzungsänderung für mehr Mitbestimmung abgelehnt wurde, sprachen die Vorstände offen von Kooperationen mit ausländischen Investoren und einem neuen, 75.000 Zuschauer fassenden Stadion. Die Südkurve spricht vom Komplettverlust des Vertrauens und hofft daher zukünftig in Entscheidungen enger eingebunden zu werden.

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut:

Aufgrund der aktuellen Geschehnisse rund um unseren Verein, sehen wir uns in der Pflicht, Stellung zu den Entwicklungen zu beziehen. Wir haben die Arbeit der Gremien und der handelnden Personen in unserem Verein stets kritisch und konstruktiv begleitet. Von diesem Weg werden wir auch zukünftig nicht abweichen und ihn in den nächsten Monaten noch intensivieren.

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Nichtsdestotrotz ist es an der Zeit dem amtierenden Vorstand Einhalt zu gebieten. Die unwürdige Art und Weise einen verdienten Trainer wie Peter Stöger zu entlassen, ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die sich bereits in den letzten Monaten abzeichnete.

Wolfgang Overath die Absolution zu erteilen, den aktiven Fans der Südkurve vollends das Misstrauen auszusprechen, das Engagement von aktiven Mitgliedern öffentlich zu diskreditieren und ehrenamtlichen Mitgliedern von Gremien die Verantwortung für eigene Indiskretionen anzulasten sowie die eigene miserable Öffentlichkeitsarbeit, sind eines 1. FC Köln unwürdig.

Offensichtlich hat man zudem in wesentlichen Fragen der Zukunftsgestaltung vollkommen das Augenmaß und den Bezug zur Realität verloren. Die inakzeptablen Rechtfertigungen in Bezug auf Kooperationen mit chinesischen Organisationen und die intransparente Vorgehensweise bei den Planungen eines zukünftigen Stadions, sind nur zwei Beispiele einer langen Liste weiterer Verfehlungen.

Wir haben keinerlei Vertrauen mehr in die Arbeit dieses Vorstands und erwarten bei zukünftigen Entscheidungen eine noch engere Einbindung der entsprechenden Gremien wie dem Mitgliederrat. Wir haben und werden diesem Verein auch in schweren Stunden immer die Treue halten, werden aber nicht tatenlos zusehen, wie die aktuelle Entwicklung immer weiter voranschreitet.

Demnach ist es an der Zeit den Unmut über die Zustände in der Führungsetage am Geißbockheim klar – auch im Stadion – zu äußern. Wir freuen uns über jeden FC-Fan, der sich uns auf diesem Weg anschließt.