Anzeige

National

Stuttgarter Ultras kritisieren Montagsspiele

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 01. April 2016
Quelle: Schwabensturm Stuttgart 2002

Am 2. Mai wird erstmals seit Langem ein Spiel der 1. Bundesliga an einem Montagabend angepfiffen. Abhängig vom Abschneiden der deutschen Mannschaften im Europapokal soll dies entweder die Partie Stuttgart – Bremen oder die Begegnung Dortmund – Wolfsburg sein. Nachdem ein breites Bündnis von BVB-Fans bereits Proteste gegen die ungeliebte Anstoßzeit angekündigt hatte, melden sich nun auch Ultras des VfB Stuttgart zu Wort. 

Anzeige

„Jede weitere Zerstückelung der Spieltage ist abzulehnen!“, schreibt die Gruppe „Schwabensturm Stuttgart 2002“ auf ihrer Homepage und kündigt ebenfalls Proteste an: „Widerstandslos darf dieser Plan der DFL nicht umgesetzt werden!“. Auch von den Vereinen erwarten die Ultras, dass sie „die willkürlich anmutende Vorgehensweise bei der Terminierung der Liga-Spiele nicht weiterhin kommentarlos schlucken.“

Die DFL kritisiert die Gruppe insbesondere dafür, mit der Partie des VfB in Bremen eine Begegnung auf den Montagabend angesetzt zu haben, bei der die Gästefans ohnehin schon eine Anreise von über 600 Kilometern auf sich nehmen müssen. Die Ultras vermuten jedoch Kalkül hinter der Entscheidung der DFL: „Es ist Fakt, dass ein Duell Bremen gegen Stuttgart auf viel breiteres Interesse stoßen wird, als z.B. die Partie Hoffenheim vs. Ingolstadt. Dass dadurch eine bei weitem höhere Einschaltquote erzielt wird, liegt auf der Hand. Was könnte den Verantwortlichen Besseres passieren, als hierdurch nachzuweisen, dass Bundesliga an einem Montagabend zumindest vor dem Fernsehgerät angenommen wird?“

Darüber hinaus bringe die Ansetzung an einem Montagabend auch einen Wettbewerbsnachteil mit sich, da die beteiligten Mannschaften in der entscheidenden Phase der Saison zwei Tage weniger Zeit zur Erholung hätten. Als Leidtragenden sieht der Schwabensturm jedoch vor allem den Fan. „Der Fan, der Woche für Woche in den Stadien der Republik seinen Teil dazu beiträgt, dass sich das „Premiumprodukt“ Bundesliga der DFL in diesem Maße verkaufen lässt und der durch seine Anwesenheit und seine Leidenschaft den Unterschied zu den Ligen aus Spanien und England ausmacht.“