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International

Studie: Pyro im Stadion birgt „signifikante Gesundheits- und Sicherheitsrisiken“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. Juli 2017
Quelle: imago

Die Diskussion um die Verwendung von Pyrotechnik ist festgefahren: Für die einen ist sie ein unverzichtbarer Teil der Fankultur, für die anderen kriminell und gefährlich. Eine wissenschaftliche Studie hat nun erstmals untersucht, wie gefährlich das Zündeln in den Kurven wirklich ist. 

Dabei kommen die Autoren der gemeinsam von UEFA und Football Supporters Europe (FSE) in Auftrag gegebenen Studie zu dem Schluss, dass es beim Zünden von Pyrotechnik „signifikante Gesundheits- und Sicherheitsrisiken“ gibt, wenn sich andere Personen in der Nähe befinden. Dies gelte insbesondere dann, wenn etwa vorgeschriebene Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden.

Zu den im Report identifizierten Risiken zählen vor allem Brandwunden und brennende Kleidung, aber auch akute toxische Effekte, die Beeinträchtigung von Seh- und Hörvermögen sowie Panik.

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Laut Angaben der UEFA wird etwa bei jedem vierten Spiel gezündet. Die Studie belege nun ein für alle mal, „dass es keinen Platz für Pyrotechnik auf Tribünen in Fußballstadien gibt.“ Der Report zeige, „dass Pyrotechnik Sprengstoff ist und so behandelt werden muss und dass Sicherheit in solch begrenzten Räumen über alles geht“, so Michael van Praag, Vorsitzender der UEFA-Arbeitsgruppe, die sich mit Pyrotechnik befasst.

„Die UEFA versteht, dass Pyrotechniken in manchen Ländern als ein Teil der Fankultur wahrgenommen werden mag. Viele Fans werden ihr Verhalten nicht über Nacht ändern“, so van Praag weiter. „Aber die Botschaft aus diesem Report ist klar. Mit dem Gebrauch von Pyrotechnik riskiert man die Beeinträchtigung der Gesundheit, der Sicherheit und des Lebens anderer Fans.“

Daher wolle die UEFA den nationalen Verbänden dabei helfen, den Gebrauch von Pyro in den Stadien zu verhindern. Die Fans sollten verstehen, „dass Maßnahmen, die eingeführt wurden, um Pyrotechnik entgegenzutreten, den Zweck haben, ihre Gesundheit und ihre Sicherheit zu gewähren, und sie sollten nicht gesehen werden als Angriff auf die Kultur der Fans.“

Hier gibt es die komplette Studie zum Nachlesen.