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National

Studie der EBS: Hoffenheim-Fans intelligenter als Fans anderer Vereine

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 01. Oktober 2014

Eine Studie der European Business School Düsseldorf untersuchte den Einfluss von TSG 1899 Hoffenheim auf die Rhein-Neckar-Region. Die Studie bezog sowohl wirtschaftliche als auch emotionale Auswirkungen des Bundesligisten mit ein.  

Was die wirtschaftlichen Einflüsse des Bundesligisten anbelangt, konnte in der Studie festgestellt werden, dass die Region mit rund 3,6 Millionen Euro aus direkten und indirekten Steuern pro Saison enorm vom Verein profitiert. Fans der TSG, die die Heimspiele des Vereins besuchen, ließen daneben noch einmal rund 14,3 Millionen Euro pro Saison an Umsatz in Sinsheim und 2,1 Millionen Euro in der Region, berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung.

Neben den wirtschaftlichen Aspekten wurden in der Studie mittels einer nicht-repräsentativen Online-Untersuchung, überwiegend unter Dauerkarten-Besitzern, einige Eigenschaften der TSG-Fans untersucht. Die Untersuchung wurde im März und April 2013 durchgeführt.

Demnach hat der Verein weniger „Herzblut-Fans“ (17 Prozent im Vergleich zu 25 Prozent) und mehr „Schönwetter-Fans“ als Fans andere Vereine. Dem Studienergebnis zufolge identifizieren sich die treuen Fans, die der Verein hat, aber sehr stark mit ihm. 

„Hoffe-Fans“ älter und intelligenter als der Durchschnitts-Fan

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Darüberhinaus ging aus der Studie hervor, dass die Fans der TSG etwas älter und etwas intelligenter als die Durchschnitts-Fans anderer Vereine seien. Zudem sollen Hoffenheim-Fans mehr Geld verdienen. Geschäftsführer Peter Rettig von der TSG zog „wichtige Erkenntnisse“ aus den Zahlen. „Es zeigt, wie viel Potenzial wir noch haben, zum Beispiel bei den Herzblut-Fans. Wir brauchen dafür mehr Zeit. Wir haben ein besonderes Klientel.“

Als größte Sorge der 1.900 Befragten stellte sich mit über 80 Prozent heraus, dass die Familie Hopp die Sportförderung in der Region komplett einstellt.

„Hoffenheim ist kein Retortenklub mehr. Es gibt neue Feindbilder wie Leipzig“

Bei den Sympathie-Werten des Vereins gibt es dagegen noch Nachholbedarf. Derzeit rangiert die TSG noch hinter dem Eishockey-Club Adler Mannheim. Rettig merkte dazu an: „Wir müssen die Jugend gewinnen und wir müssen in die Städte. hier sind wir noch unterdurchschnittlich vertreten. Wir müssen auch in die Adler-Metropole Mannheim, aber auch nach Heidelberg oder Heilbronn vorstoßen.“ Der Geschäftsführer ist sich sicher: „Wir werden es schaffen, die Adler dort zu überholen, weil das Interesse am Fußball insgesamt größer ist.“

Ingesamt stellte Rettig einen positiven Trend der TSG 1899 Hoffenheim fest: „Wenn wir in der Region fragen, ist Hoffenheim kein Retortenklub. Nach und nach sind wir fast etabliert. Es gibt neue Feindbilder wie Leipzig.“

st