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National

„Strafverfahren wegen Beleidigungen – Was soll die Scheisse, du H…“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. September 2018

Vergangene Woche wurde bekannt, dass wegen Beleidigungen gegenüber Dietmar Hopp am 34. Spieltag der vergangenen Saison gegen über 30 Dortmunder ermittelt wird. Davon ließen sich die Dortmunder nicht abschrecken und zeigten beim Auswärtsspiel am Samstag erneut deutlich was sie vom Hoffenheimer Mäzen halten. 

Bereits vor dem erneuten Aufeinandertreffen am 4. Spieltag kritisierte die Fanhilfe Dortmund das Vorgehen der Hoffenheimer. In einer Stellungnahme heißt es: „Wir sind der Ansicht, dass ein solches Vorgehen vielmehr noch unsere Fankultur in ihrer Gesamtheit gefährdet. Sollte Dietmar Hopp mit seinem Vorstoß Recht bekommen, könnte dieses Modell womöglich Schule machen und somit verheerende Auswirkungen auf den Stadionbesuch der Zukunft haben. Wenn der gemeine Fan nämlich gleich strafrechtliche Konsequenzen fürchten müsste, nur weil er etwa aus der Emotion heraus den Schiedsrichter für eine Fehlentscheidung bepöbelt oder den gegnerischen Spieler beschimpft, der seinen Treffer gerade provokant vor der Südtribüne zelebriert, würde dem Fußball sein emotional-irrationaler Charakter genommen – der Charakter, der die Faszination Fußball seit jeher maßgeblich ausmacht, ob in der Bundesliga oder auf den Sportplätzen der Kreisliga C.“

Betroffene Fans der Verfahren wurden zusätzlich mit einem Hausverbot für das Stadion in Sinsheim belegt, doch davon ließen sich die übrigen Dortmunder nicht abschrecken. Beim 1:1 am Samstag zeigten sie mehrere Anti-Hopp-Banner, darunter ein bereits gezeigtes und viel kritisiertes Banner mit einem Konterfei von Hopp im Fadenkreuz und der Aufschrift „Hasta la vista Hopp“ und einem Spruchband mit aktuellem Bezug: „Strafverfahren & Hausverbote wegen beleidigenden Gesängen – Was soll die Scheisse, du H****sohn!?“. Damit wurde die Ankündigung der Südtribüne, „sich nicht mundtot machen zu lassen“, deutlich sichtbar umgesetzt.

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Einige Vereinsverantwortliche haben sich in der Zwischenzeit allerdings für die Aktionen der Fans entschuldigt. Neben Sebastian Kehl und Michael Zorc erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke: „Ich möchte im Namen von Borussia Dortmund Dietmar Hopp um Entschuldigung bitten. […] „So ein Verhalten entspricht in keinster Weise den Werten von Borussia Dortmund.“