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National

Stimmungsboykott in Augsburg

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 19. April 2014
Quelle: imago

Nachdem der FC Augsburg angekündigt hatte, Spruchbänder, Plakate und das Supporter-Magazin 24 Stunden vor dem Spiel freigeben lassen zu wollen und dem M-Block mit weiteren Einschränkungen gedroht hat, hat die „Legio Augusta“ nun mit einer Stellungnahme reagiert. Bis auf Weiteres will der Stimmungskern auf organisierten Support verzichten.

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„Wir sind es leid uns drohen zu lassen! Unverhältnismäßige Sanktionen, Drohungen und Misstrauen – so funktioniert kein Miteinander, so funktioniert kein Verhältnis, dass auf Beständigkeit gerichtet ist!“ heißt es zur Begründung dieses Schritts. „Unsere Gruppe wird daher in Rücksprache mit den weiteren Gruppen des M-Blocks bei den kommenden Heimspielen auf die sogenannten „Privilegien“ (Fancorner, Selbstverwaltung, Lautsprecheranlage) freiwillig verzichten und uns nicht mehr um einen organisierten Support bemühen. Uns ist schlichtweg die Lust darauf vergangen die normale Folklore abzuziehen, Fahnen zu schwenken und für gute Stimmung zu sorgen. Geplante Choreografien und Aktionen der nächsten Wochen/ Monate werden ebenfalls abgeblasen.“

Nach der Sommerpause wolle man über das weitere Vorgehen beraten. Dass der Verein dem M-Block, wie angedroht, die Selbstverwaltung entzieht, stehe für die Gruppe aber unter keinen Umständen zur Disposition.

Der FC Augsburg hatte mit seinen Maßnahmen auf Banner kritisiert, in denen Augsburger Fans die Polizei für ihren ihrer Meinung nach unverhältnismäßigen Einsatz beim Auswärtsspiel in Mainz verunglimpft hatten und weitere Sanktionen angedroht. Hierzu meint die Legio Augusta: „Nun kann man sicherlich geteilter Meinung darüber sein, ob die Formulierung „Bullenschweine“ von großer Kreativität oder gutem Geschmack zeugt, den Untergang der westlichen Welt bedeutet sie aber auch nicht.“ Vorerst aber einen herben Dämpfer für die Stimmung im Augsburger Fanblock.