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National

Stiller Protest gegen die UEFA

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 04. November 2015
Quelle: imago

Die Posse um die Champions-League-Hymne und die Ablehnung derselben durch die Fans von Manchester City nimmt immer kuriosere Züge an. 

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Weil Fans vor zwei Wochen vor der Champions-League-Begegnung gegen den FC Sevilla während der Hymne pfiffen, leitete die UEFA Ermittlungen ein, dem Verein droht nun eine Geldstrafe. Beim gestrigen Rückspiel in Spanien verzichteten die City-Anhänger sodann auch auf Pfiffe – zumindest auf hörbare. Denn die Fans der Citizens hatten zahlreiche Plakate mit der Aufschrift „Boo“ mit ins Stadion gebracht, die sie während der Hymne zeigten. Dazu hielten sie sich demonstrativ den Mund zu.

Hintergrund des Grolls, den die City-Fans gegen die UEFA hegen, ist ein Vorfall von vor ziemlich genau einem Jahr. Obwohl sich die englischen Fans nichts hatten zu Schulden kommen lassen, durften sie nicht zum Geisterspiel bei ZSKA Moskau reisen. Selbst das Zuschauen von Hochhäusern, wie es die Fans des FC Bayern München kurz zuvor praktiziert hatten, verbot die UEFA. Daraufhin hatten Anhänger die Kampagne „Respect Fans“ ins Leben gerufen, der sich auch Bayern-Fans anschlossen.

Dass mit Ausnahme der UEFA selbst kaum jemand das Verhalten des Verbandes in solchen Fällen nachvollziehen kann, zeigte kürzlich auch City-Kapitän Vincent Kompany, der sagte: „Die Champions-League-Hymne ist nicht heilig. Wenn die Fans mit etwa unzufrieden sind, müssen sie das auch zeigen dürfen!“