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National

Stellungnahme der aktiven Kölner Fanszene zur Pyroshow in Duisburg

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 30. Oktober 2014
Quelle: imago

Die Kampagne „Pyrotechnik Legalisieren Köln“ hat sich nun zu den Ereignissen des DFB Pokal Spiels in Dusiburg geäußert. Dabei bekennt sich die aktive Kölner Fanszene trotz der laufenden Bewährungsstrafe klar zu der Pyroaktion. Der DFB diskutiert nun über die Austragung von zwei Kölner Heimspielen, in denen die Stehplatztribüne geschlossen bleibt.

Nach Ausschreitungen und Abbrennen von Pyrotechnik bei Spielen gegen Düsseldorf, Paderborn, Trier und Bochum wurde der 1. FC Köln zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Dazu kam ein Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro, sowie weitere Kosten in Höhe von 30.000 Euro für die Aufstockung des Ordnungsdienstes. Außerdem schloß das DFB-Urteil bei weiteren Vergehen der Kölner Fans zwei Heimspiele mit Sperrung der Stehplatztribüne ein.

Die Bewährungsfrist wurde vom DFB für 9 Monate ausgesetzt. Die Vorfälle in Duisburg im DFB-Pokal passierten noch vor Ablauf der Bewährungsstrafe. In Presseberichten wird nun über den angekündigten Zuschauerausschluss diskutiert und gemutmaßt.

„Das Abbrennen von Pyrotechnik im Gästeblock kurz vor Anpfiff des Spiels lief aus unserer Sicht kontrolliert und diszipliniert ab. Des Weiteren kann mitnichten von Wahnsinn geredet werden, wenn Fans zum Beginn eines Pokalspiels unter Flutlicht ein Stilelement der Fankultur verwenden, um ihre Mannschaft emotional anzufeuern. Einzige Ausnahme: Es war wahnsinnig schön anzusehen“, heißt es in der Mitteilung der Kölner Kampagne, die sich für Pyrotechnik ausspricht und einsetzt.

„Der 1. FC Köln steht aktuell beim DFB unter Bewährung. Bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik in Duisburg kann unserer Meinung nach selbst aus Sicht des DFB nicht von einem schweren Vergehen gesprochen werden“, führen die Kölner in ihrere Stellungnahme fort.

Fanzeit dokumentiert die Mitteilung der Kampagne „Pyrotechnik Legalisieren Köln“ im Wortlaut:

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Energisch möchten wir der Berichterstattung der Presse in Bezug auf den Einsatz von Pyrotechnik widersprechen. Hier ist leider wie so oft in der Vergangenheit von „Wahnsinn“ und „Chaoten“ die Rede. Somit werden die obligatorischen Floskeln verbreitet, fernab von einer Differenzierten Betrachtung des Geschehens. Also alles wie immer? Genau! Leider.

Das Abbrennen von Pyrotechnik im Gästeblock kurz vor Anpfiff des Spiels lief aus unserer Sicht kontrolliert und diszipliniert ab. Des Weiteren kann mitnichten von Wahnsinn geredet werden, wenn Fans zum Beginn eines Pokalspiels unter Flutlicht ein Stilelement der Fankultur verwenden, um ihre Mannschaft emotional anzufeuern. Einzige Ausnahme: Es war wahnsinnig schön anzusehen.

Der 1. FC Köln steht aktuell beim DFB unter Bewährung. Bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik in Duisburg kann unserer Meinung nach selbst aus Sicht des DFB nicht von einem schweren Vergehen gesprochen werden.

Auf unseren Standpunkt zum Thema Pyrotechnik haben wir regelmäßig an dieser Stelle hingewiesen. Hier der Link zu den üblichen Vorwürfen durch Verbände und Medien inklusive unserer Meinung:

http://pyrotechnik-legalisieren-koeln.de/?p=68

Was bleibt ist die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation durch alle Beteiligten. Erneut fordern wir die Vereine, Verbände und Sicherheitsbehörden auf, die Gespräche wieder aufzunehmen und gemeinsam mit den Fans Konzepte zum legalen Abbrennen von Pyrotechnik in den Stadien zu entwickeln!

rs