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National

„Stehplätze bleiben!“: Jusos kritisieren Pläne von Pistorius

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 06. Juni 2017
Quelle: imago

Nach den jüngsten Vorfällen bei den Relegationsspielen zur ersten und zweiten Liga brachte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) unter anderem die Abschaffung von Stehplätzen ins Spiel. Kritik an diesen Plänen kommt nun aus den eigenen Reihen. 

So positionieren sich die Jusos, die Jugendorganisation der SPD, auf ihrer Facebook-Seite eindeutig. „Stehplätze bleiben!“ und „Fußball lebt durch seine Fans!“ heißt es da unmissverständlich.

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„Auch wir wünschen uns selbstverständlich ein sicheres Stadion-Erlebnis, frei von Gewalt“, erklärt dazu Arne Zillmer, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender. Trotzdem dürfe man deswegen nicht alle Fußballfans unter Generalverdacht stellen. „Die weit überwiegende Mehrheit der Fans ist friedlich. Statistisch gesehen ist der Besuch eines Stadions sicherer als jedes Volksfest. Ein Verbot von Stehplätzen bedeutet nichts anderes als den Tod der Fankultur und das Abwürgen jeglicher Emotionen“, so Zillmer.

Darüber hinaus kritisieren die Jusos, dass es in Niedersachsen noch immer keine Kennzeichnungspflicht für Polizisten gebe, obwohl diese im rot-grünen Koalitionsvertrag vereinbart ist. „Wir Jusos finden, dass alle Straftäter zur Rechenschaft gezogen werden müssen, ob sich diese nun im Fußballstadion oder in geschlossenen Polizei-Einheiten bewegen“, so Zillmer.