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National

Stadtverbote trotz nicht vorhandener Rivalität

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. Mai 2016
Quelle: Blue-Letter via wikiCommons | PD

Am Samstag empfängt Borussia Mönchengladbach am vorletzten Spieltag der aktuellen Bundesliga-Saison Bayer Leverkusen. Einige Bayer-Fans dürfen die Reise nach Mönchengladbach jedoch nicht antreten, sie haben von der Polizei ein Stadtverbot erhalten, weil die Polizei „das Verhältnis zwischen den Problemfangruppen“ beider Vereine „als rivalisierend“ einstuft. Das sorgt für Unverstädnis – in beiden Lagern. 

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So kritisieren die Kurvenhilfe Leverkusen und die Fan-Hilfe Mönchengladbach die Maßnahme der Polizei in einer gemeinsamen Stellungnahme scharf, da zwischen den beiden Fanszenen keinerlei Rivalität herrsche, die ein ein solche Betretungsverbote rechtfertigen würden. „Zwischen den Ultrágruppen gibt es einige persönliche Kontakte, weshalb Ausschreitungen oder ähnliche Horrorszenarien am Samstag mehr denn je auszuschließen sind! In der Vergangenheit haben Stadionverbotler beider Vereine die Spiele sogar gemeinsam verfolgt“, berichten die Fanhilfen.

Darüber hinaus kritisieren die Rechtshilfe-Organisationen, dass die Verbote willkürlich Personen aus der gesamten Leverkusener Fanszene treffen. Die Betretungsverbote würden zudem mit „Vorkommnissen und Ereignissen begründet, bei welchen es weder zu Straftaten, noch zu Ermittlungsverfahren gekommen ist, geschweige denn die betreffenden Personen rechtskräftig verurteilt wurden“, so die Fanhilfen, die in der Maßnahme „einen neuen Höhepunkt der Unverhältnismäßigkeit“ sehen.