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National

Stadtverbot für einen Mittelfinger?

Autor: Zienau Veröffentlicht: 09. Februar 2015
Quelle: imago

Stadionverbote sind längst unliebsamer Alltag. Immer öfter sprechen Behörden auffällig gewordenen Fußballfans ganze Stadtverbote aus. Besonders in NRW offenbar eine äußerst beliebte Praxis. Die Schwarz-Gelbe-Hilfe aus Dresden gibt Dynamo-Anhängern daher nun Verhaltenstipps an die Hand.

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Drei Gastspiele hatte der Zweitligist in letzter Zeit in Nordrhein-Westfalen, dabei bekamen 108 Fans ein Aufenthaltsverbot für die jeweiligen Städte. Das stellt allein das Betreten einer Stadt unter Strafe – für die Dresdner Fanhilfe eine empfindliche Verletzung der Bewegungsfreiheit. Begleitet man seine Freunde etwa trotz eines Verbotes zum Stadion, können Strafen von bis zu 500 Euro fällig werden. Die Polizei beruft sich dabei auf das Ordnungsrecht, um selbige im Rahmen des Fußballspiels zu wahren.

Allerdings ist die Ermittlung und Überführung von Straftätern im Fußball alles andere als leicht und unumstritten und so landen oftmals auch Unschuldige in Dateien, die sie als gewaltbereite Unruhestifter brandmarken. Die Schwarz-Gelbe Hilfe führt als Beispiel einen Fall an, in dem ein Fan aufgrund des Zeigens seines Mittelfingers ein Stadtverbot auferlegt bekam. Ob so eine Geste ausreicht, um eine Stadt zu destabilisieren, ist fraglich.

Diesen und ähnlichen Fällen möchte die Schwarz-Gelbe Hilfe mit Rat und Tat zur Seite stehen. Tipps und Möglichkeiten sich zu wehren und Details zum Prozedere stehen auf ihrer Website bereit.