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National

Stadt Bremen fürchtet Drittliga-Fans

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 05. Juni 2015
Quelle: imago

Das Land Bremen erwägt, die Kosten für Polizei-Einsätze in der Dritten Liga vom Deutschen Fußball-Bund zurückzuholen. 

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Durch den Aufstieg von Werder Bremen II in die dritte Spielklasse fürchten die Verantwortlichen zukünftige Risiko-Spiele. Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin des Bremer Innenressorts, sagte zu Radio Bremen, dass das Gewaltpotenzial „nicht gerade gering“ sei. „Das ein oder andere Heimspiel könnte deshalb ein Risikospiel sein“. Dieser Fall könnte eintreten, wenn zum Beispiel Dynamo Dresden gegen Werders U23 spielt. Aus organisatorischen Gründen könnte die Zweite bei einzelnen Spielen auch ins große Weserstadion umziehen.

Sofern mindestens 5.000 Zuschauer ihren Weg zum Spiel finden, kann das Land eine Rechnung über die Polizei-Einsatzkosten schreiben. Geht es nach der Regierung, soll der DFB als Veranstalter diese Kosten dann übernehmen. Dieser Bremer Sonderweg gilt als äußerst umstritten, das Verhältnis zum DFB ist entsprechend angespannt. Ob der Verband hier überhaupt mitspielt, bleibt abzuwarten. Die Kosten, die das letzte Nord-Derby erzeugt hat, werden noch genau beziffert, bevor der DFB belangt werden könnte.