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National

„Stadionverbote fast ausnahmslos auf Bewährung ausgesetzt“

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 19. Juni 2015

Die Rot-Weiße Hilfe, die Kaiserslautern-Fans etwa bei Problemen mit der Justiz oder bei Stadionverboten helfen will, hat nun ein erstes Fazit zu den Verhandlungen bezüglich des Spiels Kaiserslautern gegen den Karlsruher SC und den damit verbundenen Ausschreitungen veröffentlicht. Sie kritisiert die Polizei und die Justiz.

Die Rot-Weiße Hilfe empfindet es als „besorgniserregend“, wenn „eine kurze Handbewegung auf der Tribüne“ ausreicht, „um gegen einen Betroffenen einen Strafbefehl zu beantragen.“ Ebenfalls wird es für sehr problematisch gehalten, dass umfassende Finanzermittlungen durchgeführt werden, um den Angeklagten höhere Strafen androhen zu können.

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Es wird neben der Justiz auch die Polizeiarbeit kritisiert, so heißt es in der Stellungnahme unter anderem: „Traurigerweise interessiert sich die Justiz auch nicht für den Hintergrund der Vorfälle anlässlich der oben genannten Begegnung. Dass hier ein enormes Versagen der Polizei vorgelegen hat und es FCK Fans waren, die deren Aufgabe übernommen haben, interessiert in einer Zeit, wo immer Zivilcourage gefordert wird, niemand. Bezeichnenderweise gab es keinerlei personelle Konsequenzen bei der Polizei. Stattdessen kommt es seitens der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern zu einem harten Vorgehen gegen die FCK Fans, die sich schützend vor andere Fans gestellt haben.“

Gelobt wird aber der Verein: „Einzig positiv ist das Verhalten des 1. FC Kaiserslautern zu sehen. Zwar wurden Stadionverbote beantragt, im Rahmen der Stadionverbotskommission wurden diese Stadionverbote jedoch fast ausnahmslos auf Bewährung ausgesetzt.“

Die ganze Stellungnahme könnt ihr hier lesen.