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National

Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt gegen Polizisten

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. Mai 2016
Quelle: Jeronimo Ort

Die Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizisten beim Heimspiel des FC Hansa Rostock gegen RB Leipzig im April 2014 werden für einige Beamte ein juristisches Nachspiel haben. Wie der NDR berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Rostock gegen zwei Polizisten Ermittlungen wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet.

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Auslöser der Ermittlungen ist ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Polizisten den Behindertenbeauftragten des Vereins zunächst zu Fall bringen und anschließend treten. Wie die Staatsanwaltschaft Rostock gegenüber dem Sender bestätigte, wurden nun Ermittlungsverfahren „gegen einen oder mehrere, bisher nicht individualisierte Beamte wegen Körperverletzung im Amt beziehungsweise wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung im Amt“ eingeleitet.

Auch der FC Hansa kritisiert das Verhalten der Polizisten, möchte dies aber nicht als generelle Kritik an der Polizei verstanden wissen. Die wiederum äußert der Kriminologe Thomas Feltes, der den ganzen Tag als „geprägt von polizeilichem Fehlverhalten“ sieht. Der Vorfall sei „ein Lehrbeispiel für einen Einsatz, wie er nicht zu laufen hat“, so Feltes gegenüber dem NDR.

Beim Heimspiel von Hansa Rostock gegen RB Leipzig am 26. April war es zu teils schweren Auseinandersetzungen gekommen, als Hansa-Fans während der Halbzeitpause versucht haben sollen Farbbeutel und Wurfgeschosse in den Gästeblock und später auch auf Einsatzkräfte zu werfen.