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National

St. Pauli-Fans erheben Vorwürfe gegen Polizei in Leipzig

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 27. November 2014
Quelle: imago

Die St. Pauli-Anhänger vom „magischen Fanclub“ beklagen auf ihrer Webseite Provokationen und körperliche Übergriffe seitens der Polizei rund um das Auswärtsspiel bei RB Leipzig. Die Mitglieder des Fanclubs wollen künftige Spiele in Leipzig nicht mehr besuchen.

Auf dem Weg zum Stadion seien die Fans des FC St. Pauli mehrfach von Beamten der Bundespolizei sowie von Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten eingekesselt worden. Die St.Pauli-Anhänger beklagen in einem Blogeintrag, „dass man uns auch auf mehrfaches Nachfragen hin nicht sagen konnte und wollte, warum wir denn überhaupt festgehalten wurden.“ In der Nähe des Stadions sollen Fans über eine Stunde festgehalten worden sein, obwohl die Polizei angekündigt habe, dass die Kontrolle nur 15 Minuten dauern würde.

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Dabei sei es seitens der Polizeibeamten zu verbalen Provokationen wie „Wir sind das Gesetz und können machen, was wir wollen!“ oder „Ihr widerlicher Abschaum!“ gekommen. Auch körperliche Übergriffe durch Polizisten beklagen die Mitglieder des „magischen Fanclubs“: „Ein Mitglied unserer Gruppe wurde nach längerem Einreden auf die Polizei, inwiefern dieser Einsatz denn überhaupt gerechtfertigt sei, einfach auf den Boden geschmettert und mit dem Knie in den Rücken geschlagen. Einem weiteren Mitglied wurde so kräftig auf den Oberarm gegriffen, dass es sein Handgelenk nicht mehr bewegen konnte und ein blauer Fleck über den halben Oberarm zurückblieb.“

Auch seien den Fans Gegenstände, die angeblich dem Vermummen dienen würden, darunter ein normaler Herrenschal, und Sticker abgenommen worden.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse wollen die Fanclub-Mitglieder „in diese Stadt im Rahmen von Fußballspielen keinen Fuß mehr setzen“, heißt es in dem Blogeintrag. Darüber hinaus fordern die Fans eine Kennzeichnungspflicht von Polizisten.

fn