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National

Spielt Babelsberg bald im Millerntorstadion?

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 29. Januar 2015
Quelle: Sludge G, via Flickr | CC BY 2.0

Aufgrund eines Finanzstreits zwischen der Stadt Potsdam und dem SV Babelsberg 03 droht möglicherweise die Einstellung des Spielbetriebs im Karl-Liebknecht-Stadion, der Heimspielstätte des Regionalligisten. Eine vorübergehende neue Heimat könnten die Babelsberger möglicherweise im 300 Kilometer entfernten Hamburg finden. 

Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, hat der FC St. Pauli der Mannschaft des SV Babelsberg 03 angeboten, seine nächsten Heimspiele im Millerntor-Stadion auszutragen. Dies habe Lutz Boede von der Fraktion „Die Andere“ am Mittwochabend in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung bekannt gegeben.

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Wie Nulldrei-Präsident Archibald Horlitz den Potsdamer Neusten Nachrichten (PNN) bestätigte, wird der Verein mit Ablauf des Monats den Spielbetrieb im „Karli“ einstellen, nur der Trainingsbetrieb auf den Nebenplätzen wolle der Klub aufrechterhalten. Offenbar fordert die Stadt vom Verein, bei anfallenden Investitionen für das Stadion, beispielsweise bei Reparaturen, in Vorkasse zu gehen. Erst nach Vorlage aller Rechnungsbelege und Verwendungsnachweise zahle die Stadt dann ihren Anteil von rund 73,5 Prozent. Dieses Prinzip könne sich der Verein sich nicht leisten, sodass er sich ab sofort nach einer neuen Heimat umsieht, bis die Situation mit der Stadt geklärt ist.

Neben dem Millerntor-Stadion kommen laut PNN auch das Berliner Mommsenstadion oder das Poststadion des Berliner AK für eine Übergangslösung infrage. Diese wären geographisch sicherlich näher als das Millerntor-Stadion, dennoch dürfte angesichts freundschaftlicher Kontakte zwischen den Fans von St. Pauli und Babelsberg auch die Hamburger Lösung für die Nulldrei-Anhänger eine reizvolle Alternative darstellen.