Anzeige

National

SpielAnsetzungsMonster sucht den HSV heim

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 23. Januar 2016
Quelle: imago

Die Fans des Hamburger SV mussten in der Hinrunde der Saison 2015/2016 besonders oft lange Strecken zu Auswärtsspielen zu ungünstigen Zeiten zurücklegen. Dafür erhält die Hamburger Fanszene von Bündnis ProFans nun den Negativpreis „SAM“. 

Anzeige

Die Abkürzung SAM steht für „SpielAnsetzungsMonster.“ Seit der Saison 2015/16 wird der Negativpreis zwei Mal im Jahr an die Fanszene vergeben, die am meisten unter fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss. „Der Preis soll die Fanszenen zu noch mehr Engagement gegen diese unerträglichen Missstände motivieren und die Öffentlichkeit über die Problematik aufklären“, so ProFans.

Insgesamt erwischten die Hamburger die schlechtesten Anstoßzeiten in der abgelaufenen Hinrunde der ersten drei Ligen. So standen für die Hamburger unter anderem weite Reisen nach München und Sinsheim zu Spielen an einem Freitagabend auf dem Plan. In einem Ranking landen auf den Plätzen Zwei und Drei die Fanszenen von Eintracht Braunschweig und dem TSV 1860 München. Unter die ersten zehn Plätze schafften es auch die Anhänger vom 1. FC Magdeburg, der SG Dynamo Dresden und dem Halleschen FC. Daran werde deutlich, dass die Problematik nicht nur für die 1. und 2. Bundesliga besteht, betont das Bündnis.

Die Organisation will „im Kampf um fangerechtere Anstoßzeiten nicht nachgeben und auch im Jahr 2016 weiter kämpfen.“ Die Einführung einer neuen Anstoßzeit am Sonntag um 19:30 Uhr (Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04 am 23. Spieltag) zeige, wie aktuell das Thema bleibe. Das Bündnis fordert die DFL auf, „endlich eine Kursänderung bei den Spielansetzungen einzulegen, um den aktiven Fans des Landes auch weiterhin die Möglichkeit zu geben, ihre Mannschaften zu unterstützen und lautstarke Stimmung in die Stadien zu bringen.“