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National

Spielabsage sorgt für Empörung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 16. Februar 2017
Quelle: imago

Wegen der Südtribünen-Sperrung am Samstag wollten viele BVB-Fans ihre zweite Mannschaft am Samstag zum Spiel in Oberhausen begleiten. In den Augen der Sicherheitsorgane offenbar zu viele Fans: Die Partie wurde abgesagt. Das ärgert nicht nur die Fans, sondern auch Spieler und Verantwortliche. 

„Ich kann nicht nachvollziehen wie ein Fußballspiel abgesagt werden kann, weil man Angst vor zu vielen Fans hat. In einem ehemaligen 2.Liga Stadion, dass schon Derbys mit über 10.000 Zuschauern in der Regionalliga ausgetragen hat“, schreibt etwa Hendrik Bonmann, Torwart der Dortmunder Amateure, in einem tausendfach geteilten Facebook-Beitrag.

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„Bitte gebt uns jungen U23 Spielern, die immer als 2. Mannschaft das 2. Glied in einem Verein sind die Möglichkeit auf der großen Bühne zu stehen. Zu spüren wie es ist, wenn ein paar Tausend Zuschauer für Dich brüllen, singen und ausrasten“, appelliert der Torhüter an Polizei und Verband. Auch zur Sperrung der Südtribüne, die nun indirekt zur Spielabsage führte, findet Bonmann klare Worte: „Vielleicht macht sich auch ein DFB Gedanken, wie man ein paar Plakate (die zum Teil nicht akzeptabel waren) gerecht bestraft werden. Gerecht ist keine Wegsperrung von 25.000 treuen Borussen, die zum Teil kein Spiel in den letzten 20-30 Jahren verpasst haben.“

Auch Oberhausens sportlicher Leiter Frank Kontny kann die Spielabsage nicht nachvollziehen. Der Verein sei auf die Partie gut vorbereitet gewesen: „Wir haben in den letzten Jahren auch brisante Duelle gegen RWE oder den MSV Duisburg über die Bühne bekommen – zusammen mit der Polizei“, so Kontny im Interview mit RevierSport.de. Auch in finanzieller Hinsicht ist die Absage für RWO bitter: Am 3. Dezember konnte der Verein letztmalig Einnahmen aus einem Heimspiel verbuchen.

„Es wäre toll gewesen, wenn hier bis zu 4000 Zuschauer mehr gekommen wären. Aber jetzt haben wir die Arschkarte“, schimpft Kontny. „Ich empfinde den ganzen Ablauf als Frechheit. Der DFB sperrt die Südtribüne und kassiert als reichster Verband noch 100.000 Euro. Uns fehlen die Einnahmen von 30.000 bis 40.000 Euro, die wir brauchen um Gehälter oder andere Dinge zu bezahlen.“

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