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National

Spielabbruch in Erfurt – Eskalation beim Spiel gegen Lok

Autor: Mirko Lorenz Veröffentlicht: 15. Juni 2015
Quelle: imago

Das Oberligaspiel zwischen der zweiten Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt II und Lokomotive Leipzig musste am Nachmittag etwa 20 Minuten vor dem regulären Spielende nach einem Platzsturm durch Lok.- Anhänger abgebrochen werden.

Auslöser war wohl der Frust über die verspielte Chance noch in die Regionalliga aufzusteigen. Mit einem Sieg hätten sich Lok. Leipzig für die Relegation qualifiziert. Daher auch das große Zuschauerinteresse. Die Partie wurde sicherheitstechnisch von allen Seiten sorgfältig vorbereitet und aus diesem Grund vom „Stadion Grubestraße“ in das „Steigerwaldstadion“ verlegt worden. Die Begenung sahen dann knapp 3500 Zuschauer, darunter auch viele Leipziger.

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Zunächst verlief alles friedlich und die Anreise der Leipziger ging wohl ohne größere Zwischenfälle über die Bühne. Gut gelaunt zeigten die Lok.-Fans eine Choreographie um den ehemaligen Verein VfB Leipzig zu Ehren. Dabei wurden verbotenerweise auch einige Rauchkörper gezündet.

Nachdem die Erfurter, zu Anfang der zweiten Hälfte mit 2:0 in Führung gingen, kam bei den Leipzigern Frust auf. Es wurden weitere pyrotechnische Gegenstände gezündet. 20 Minuten vor Ende stürmten dann etwa 30-40 Leipziger das Spielfeld.

Polizei und Ordnungskräfte versuchten die Randalierer aufzuhalten. Sogar ein Wasserwerfer fuhr vor und Pfefferspray wurde eingesetzt. Viele Spieler flüchteten in die Kabine, einige Leipziger blieben fassungslos auf dem Platz stehen. Geschockt zeigte sich auch der Leipziger Sportdirektor Mario Basler, der bekannte, so etwas noch nie gesehen zu haben. Das Spiel wird nun wahrscheinlich am grünen Tisch für Erfurt gewertet und damit ist die Relegation für Lok. Leipzig nicht mehr möglich.