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International

Später zur Arbeit während der WM?

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 22. April 2014
Quelle: imago

Aufgrund der Zeitverschiebung werden viele Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland erst ab 22 Uhr im Fernsehen zu sehen sein. Gewerkschaften appellieren nun an Arbeitgeber, deshalb in Sachen Arbeitszeit flexibel zu sein.

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Geht es nach führenden Gewerkschaftern, sollen Frühschichten deutscher Angestellter während der WM in Brasilien erst später beginnen. „Ich finde, dass Arbeitgeber und Betriebsräte besprechen sollten, die Arbeitszeiten wenn möglich so zu gestalten, dass die Beschäftigten die WM-Spiele schauen können“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, der Bild-Zeitung.

Auch der IG-Bau-Bundesvorsitzende Robert Feiger sagte der Zeitung, bei Deutschland-Spielen nach 22 Uhr hiesiger Zeit solle die Arbeit „da, wo es geht“, etwas später beginnen. Allzu viele Tage wären aber wohl ohnehin nicht betroffen: Während der Gruppenphase werden die Spiele der deutschen Mannschaft zweimal um 18 Uhr und einmal um 21 Uhr angepfiffen. Ein mögliches Spiel um 22 Uhr mit deutscher Beteiligung könnte das Achtefinale sein, sofern sich die Deutschen dafür als Gruppenerster qualifizieren. Darüber hinaus beginnen die beiden Halbfinalbegegnungen um 22 Uhr deutscher Zeit.

Arbeitgeber-Vertreter signalisieren jedoch grundsätzlich Bereitschaft für eine Sonderregelung während der WM: Die Vorsitzende der Jungen Unternehmer, Lencke Wischhusen, sagte der Zeitung, in Firmen, in denen dies möglich sei, soll der Schichtbeginn verschoben werden. Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, wird mit den Worten zitiert: „Wir Chefs können unseren Mitarbeitern bei Deutschland-Spielen schon entgegenkommen.“