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National

Sottocultura verzichtet auf organisierten Support

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 16. Februar 2016
Quelle: imago

Das Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am kommenden Samstag wird ein leises: Während die aktive Fanszene des 1. FC Köln aufgrund von Auflagen bei der Ticketvergabe dem Spiel ganz fernbleiben wird, ruft die Gladbacher Ultragruppe „Sottocultura“ zu einem Stimmungsboykott auf. 

„Ein Derby ohne Gegenüber ist für uns schlicht und ergreifend kein richtiges Derby!“, heißt es auf der Webseite der Gruppe. Aus Protest gegen die Maßnahmen wollen die Ultras auf die gewohnte Organisation rund um Stimmung, Vorsänger, Trommeln und (Zaun-) Fahnen verzichten. Auch eine Derby-Choreografie wird es nicht geben.

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Die Halbierung des Gästekontingents von 5.400 auf 2.700 Karten sowie die Personalisierung aller Tickets bezeichnet die Gruppe als „ungerechtfertigte Kollektivstrafen nach dem Gießkannenprinzip.“ Zwar verurteilen die Ultras die Geschehnisse, die zu der Bestrafung führten, wehren sich aber gegen den kollektiven Charakter der Strafe: „Die sinnlose Aktion einiger Trottel beim Derby im Februar 2015 rechtfertigen keine Bestrafung von tausenden Menschen und einen Generalverdacht gegen eine ganze Fanszene – auch wenn es dieses Mal die unseres Erzfeindes ist.“

Mit ihrem Protest wollen die Gladbacher Fans den Verantwortlichen signalisieren: „Ein Derby unter diesen Bedingungen darf niemals zum Normalzustand werden!“ Und: „Fußball ohne Fans ist nichts wert. Ihr zerstört mit euren Kollektivstrafen die Fankultur!“ Somit dürfte sich im Stadion ein ähnliches Bild wie im Hinspiel ergeben, als die Fans der Borussia dem Spiel fernblieben und die Kölner Anhänger aus Protest auf Support verzichteten.

Auch die Fans des 1. FC Köln werden in Gladbach gegen die Auflagen bei der Ticketvergabe protestieren: Die Fanszene hat für 11 Uhr eine Demonstration in Mönchengladbach-Rheydt angemeldet.