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National

Sottocultura stellt Aktivitäten bei Heimspielen ein

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 26. April 2017
Quelle: imago

Das Pokalhalbfinale gegen Eintracht Frankfurt am Dienstagabend war vorerst das letzte Heimspiel, bei dem die Mönchengladbacher Ultras als Gruppe im Borussia-Park aufgetreten sind. Die Gruppe zieht damit die Konsequenzen aus der zerstörten Choreografie, die für das Spiel geplant war. 

Bereits am Dienstagabend verzichteten die Ultras auf ihre Zaunfahne und weiteres Material. Ab dem kommenden Heimspiel gegen den FC Augsburg will Sottocultura dann die Aktivitäten im Borussia-Park bis auf Weiteres komplett einstellen.

Auswärts wollen die Ultras gleichwohl weiterhin als Gruppe auftreten und auch bei Heimspielen als Borussia-Fans präsent sein. Um sich vom Verein unabhängig zu machen, hat Sottocultura zudem bereits die Mikrofonanlage zurückgegeben und den Verkaufscontainer im Stadion geräumt.

„Wer uns kennt, weiß, dass es uns unendlich schwer fällt, diese Entscheidung zu treffen. Sie hat rein gar nichts mit sportlichen Gründen zu tun, was wir der Mannschaft auf mitteilen werden“ erklären die Ultras auf einem Flyer, den sie beim Pokalspiel gegen die Eintracht veteilten. Eine „Rückkehr zu normalen Verhältnissen“ sei für die Gruppe jedoch so lange nicht vorstellbar, „bis sich einige für uns grundlegende Dinge geändert haben.“

Neben der zerstörten Choreo, für die sie nicht nur den Reinigungsdienst sondern vor allem auch die Gleichgültigkeit des eigenen Vereins verantwortlich machen, äußern die Ultras in der Erklärung zudem ihren Unmut über die Praxis bei der Vergabe von Stadionverboten sowie die vom Verein verbotene Choreo beim Europa-League-Spiel gegen Schalke.