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International

Serienmeister RB Salzburg laufen die Zuschauer davon

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 01. Dezember 2017
Quelle: imago

RB Salzburg ist die letzten vier Jahre jeweils Meister und Pokalsieger geworden, der Zuschauerschnitt ist in der gleichen Zeit allerdings rapide nach unten gegangen. Langeweile und fragwürdige Entscheidungen des Clubs haben ihren Teil dazu beigetragen.

Aktuell steht RB Salzburg mal wieder an der Tabellenspitze, doch wirkliche Euphorie kommt dort lange nicht mehr auf. In den ersten Jahren nach dem Einstieg des Energydrink-Giganten in den Jahren 2005 bis 2008 pilgerten noch regelmäßig 15.000 Zuschauer in die Salzburger Arena. 2015 waren es noch um die 10.000 und mittlerweile liegt der Schnitt nur noch bei etwas über 7.000. Am Mittwoch gegen Mattersburg waren es noch einmal deutlich weniger.

Zum einen scheint den Fans bei den ganzen Erfolgen die Lust auf einen Stadionbesuch vergangen zu sein. Die letzte Heimniederlage liegt immerhin schon ein Jahr zurück; am 27. November 2016 verlor man gegen Admira Mödling. Andererseits hat der Verein aber auch mit unliebsamen Entscheidungen den Groll der Fans auf sich gezogen. 2014 wurden die RB-Anhänger aus Sicherheitsgründen von der Süd- auf die Nordtribüne umgesiedelt und stehen jetzt in der Sonne. Den Schattenplatz genießen die Gäste, damit ihre Busse auch direkt bis zum Stadion fahren können. Sauer aufgestoßen hat den Fans außerdem der Rückzug des versprochenen Meistersterns. Der Verein hatte den Fans für die zehnte Meisterschaft einen Stern auf dem Trikot versprochen, nach dem Erreichen jedoch das Wort gebrochen.

Könnte RB Leipzig ein ähnliches Schicksal blühen? Die Voraussetzungen sind andere, denn die Meisterschaft wird in Deutschland sicherlich nicht so einfach zum Selbstläufer. Zu stark ist die hiesige Konkurrenz. Ausgeschlossen ist jedoch nicht, dass Red Bull bei der Möglichkeit ein Team in der Premier League zu bekommen, den Fokus auf die Insel legt. Leipzig würde möglicherweise nur noch die zweite Rolle spielen und hätte beispielsweise bei der Kaderzusammenstellung mit ähnlichen Problemen wie Salzburg zu kämpfen. Unabhängig von irgendwelchen Zukunftsszenarien beweist der Fall von RB Salzburg eines auf jeden Fall: Erfolg ist im Fußball längst nicht alles.