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Sechs Ordner angeklagt

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 17. Mai 2016
Quelle: imago

Am 6. November 2015 spielte der VfL Osnabrück gegen den Halleschen FC. Dabei wurden mehrere Auswärtsfans anscheinend von mindestens sechs Ordnern schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück habe nun Anklage gegen diese Ordner erhoben, so berichtet der NDR.

Die Ermittlungen seien dadurch erschwert worden, „dass weder der VfL noch die von ihm beauftragte Sicherheitsfirma die Namen der eingesetzten Ordner kannten.“

Gegenüber dem Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“ sagte Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, dass „ein Ordner […] mit größtmöglicher Wucht zweimal gegen den Kopf eines auf dem Boden liegenden Fans getreten [habe].“ Laut NDR sind alle – bis auf einen — Angeklagten strafrechtlich vorbestraft.

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Der VfL habe ein Sicherheitsunternehmen beauftragt, das wiederum sein Personal „von vier weiteren Firmen“ aufstocken ließ. Laut Staatsanwaltschaft hatten diese Firmen aber keine „Bewachungserlaubnisse“, „oder sie schickten Personen, die nicht im Bewachungsgewerbe tätig sein durften.“

Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst beendet

Der VfL hat dementsprechend reagiert und beendete vorerst die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst. Jürgen Wehlend, Geschäftsführer des VfL Osnabrück, nannte die Vorkommnisse gegenüber „Hallo Niedersachsen“ „bedauerlich“.

Ob der VfL eine Strafe erwartet, bleibt abzuwarten. „Dass es keine Namenslisten der Ordner gab, ist ein Verstoß gegen die Sicherheitsrichtlinien des Deutschen Fußball-Bunds.“