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National

Schwer was los beim Thüringer Derby

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 26. Februar 2018
Quelle: imago

Am Sonntag stieg in Jena das Thüringer Derby zwischen dem FC Carl Zeiss und dem FC Rot-Weiß Erfurt. Auf den Rängen und sogar darüber hinaus war dabei einiges los. 

So starteten beide Fanszenen mit Choreografien und Pyrotechnik in die Partie. Die FCC-Fans verwandelten ihre Südkurve und einen Teil der Haupttribüne dabei in einen Friedhof, auf dem sie symbolisch den akut abstiegsbedrohten Rivalen beerdigten.

Später wandelte sich das Bild und die schwarzen Pappen wurden durch die blau-gelb-weißen Vereinsfarben ersetzt, anstelle des Spruchs „Rest in Hell“ (Schmort in der Hölle) war nun ein Banner mit der Aufschrift „And now we yell“ (Und jetzt schreien wir) zu sehen.

Die Gästefans aus Erfurt tauchten ihren Block derweil ebenfalls mit Fahnen, Regencapes sowie roten und weißen Bengalos in die eigenen Vereinsfarben. Pyrotechnik gab es jedoch nicht nur im Ernst-Abbe-Sportfeld zu sehen, sondern auch außerhalb des Stadions.

Offenbar hatten sich Erfurter Stadionverbotler dazu entschieden, die Partie von den nahegelegenen Kernbergen aus zu verfolgen – und zeigten dort ebenfalls eine Pyroshow mit rotem Rauch und bengalischen Fackeln.

Einige Erfurter Fans im Gästeblock schossen derweil wiederholt Raketen auch in benachbarte Blöcke mit Jenaer Fans ab. Während der zweiten Halbzeit betraten dann einige Fans aus der Südkurve den Innenraum des Stadions. Polizisten gingen daraufhin gegen die FCC-Fans vor und nahmen vier von ihnen in Gewahrsam.

Währenddessen sollen weitere Jenaer Fans die Beamten laut Polizeiangaben mit Steinen beworfen haben. Auch einige Erfurter Anhänger gelangten in den Innenraum, zogen sich nach dem Einsatz der Polizei allerdings freiwillig wieder in den eigenen Block zurück.

Nach dem Polizeieinsatz verließen einige Jenaer Ultras bereits vor dem Schlusspfiff das Stadion. Sie verpassten somit den 1:0-Treffer ihrer Mannschaft in der Nachspielzeit, der dem FCC den Derbysieg über den Rivalen bescherte.