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National

Schweizer will Fußball-Kommentatoren den Ton abdrehen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 14. Oktober 2014
Quelle: imago

Kunden des Bezahlsenders Sky wissen seit Jahren die Tonoption „Stadion“ zu schätzen, um Kommentatoren wie Marcel Reif oder Fritz von Thurn und Taxis ganz einfach den Ton abzudrehen. Doch dank einer Erfindung des Schweizers Martin Born könnten sich künftig auch Fans, die Fußballspiele im Free-TV verfolgen, Stadionatmosphäre ins heimische Wohnzimmer holen. 

„nocommentator“ heißt das Gerät, das nervigen Kommentatoren den Mund verbieten soll und sieht ziemlich unscheinbar aus: Eine kleine graue Box mit wenigen Schaltern und Reglern. Diese wird dann zwischen den Fernseher und die Stereoanlage geschaltet.

Legt man den Schalter der Box dann auf die Option „without“, verschwindet der Kommentator im Stadiongeräusch. Mittels Volumenregler kann die Lautstärke erhöht oder reduziert werden. Außerdem gibt es noch einen Regler für die Feinjustierung.

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Damit der Kommentar erfolgreich herausgefiltert wird, muss das Stadiongeräusch in Stereo übertragen werden. Außerdem muss der Ton über eine Anlage wiedergeben werden.

Auf die Idee mit dem „nocommentator“ kam Martin Born bei der diesjährigen Fußball-WM: „Ich lud Freunde ein, bei mir das Spiel anzuschauen, hatte aber bereits Kopfweh, wenn ich an die vielen Hobbykommentatoren dachte, die alle was zum Spiel zu erzählen hätten und gegen den Fernsehkommentar anbrüllen würden“, schreibt Born auf der Crowdfunding-Plattform „wemakeit„.

„Wie cool wäre es den Fernsehkommentar einfach auszublenden. Aus diesem Grund kam mir der alte Karaoketrick in den Sinn und ich schloss ein kleines Mischpult zwischen den Fernseher und meine Stereoanlage. Das Ergebnis war unüberhörbar!“ Da aber nunmal nicht jeder ein Mischpult zuhause rumstehen habe, probierte Born fortan, das System in ein kleines Kästchen zu verpacken, das günstig zu haben ist.

Mittlerweile gibt es einen funktionsfähigen Prototypen des „nocommentators“. Damit das Gerät in Produktion gehen kann, benötigt Born allerdings Unterstützung in Form von Vorbestellungen. Auf der Crowdfunding-Plattform können Interessierte sich ab 60 Schweizer Franken ein Exemplar sichern. Wer es ganz eilig hat, kann für stolze 800 Franken auch direkt den Prototypen erwerben. Von der Zielsumme in Höhe von 45.000 Schweizer Franken sind bis jetzt 3.970 Franken zusammen gekommen.