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National

15 Schweigeminuten für RB

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 28. August 2015

Heute Abend tritt RB Leipzig beim 1. FC Union Berlin an. Wie beim letzten Heimspiel gegen die Leipziger organisiert die Fanszene der Eisernen auch dieses Mal eine Protestaktion. Union-Präsident Dirk Zingler kann die Anhänger verstehen und unterstützt den Protest.

In einem Brief an die Union-Fans äußert die Szene Köpenick Bedenken, dass der Umgang mit Rasenballsport Leipzig in vielerlei Hinsicht mittlerweile Normalität geworden sei. Die Köpenicker wollen jedoch nicht dazu übergehen „und die fleischgewordene Litfaßsäule als stinknormalen Gastverein begrüßen. Wir werden solange wie nötig und uns möglich für den Erhalt der Fußballkultur kämpfen“, heißt es in dem Brief der Szene Köpenick.

Um diesem Kampf Ausdruck zu verleihen, wollen die Union-Anhänger die ersten 15 Minuten des Spiels schweigen. Auch optisch soll der Protest untermalt werden, indem alle Berliner Fans dazu aufgerufen werden, in Rot in die Alte Försterei zu kommen, um zu zeigen, „dass wir nicht nur plump „dagegen” sind, sondern dass wir vielmehr für etwas einstehen.“

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Union-Präsident Dirk Zingler zeigt derweil Verständnis für den Protest der Fans: „Er hat zu 100 Prozent meine Unterstützung. Ich sehe das sportlich“, sagte Zingler gegenüber der Welt. „“Mir geht es darum, auf was wir Fußball demnächst reduzieren. Geht es nur noch um den Kapitalwettstreit? Wenn ja, wäre das erbärmlich. Und dagegen protestieren die Fans in Deutschland. Die Leute haben Angst, dass der Fußball, den sie ob seiner Kultur so lieben, irgendwann nur noch von Geld geprägt wird“, so der Präsident weiter.

Brief der Szene Köpenick zum Heimspiel am 28.08.2015 gegen LeipzigHallo Unioner,fast ein Jahr ist seit unserem…

Posted by Die Wald-Seite on Freitag, 21. August 2015