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National

„Schwarzer Tag für RB und alle seine Fans“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 11. April 2018
Quelle: imago

Die Ereignisse im eigenen Fanblock am Montagabend werden die Anhänger von RB Leipzig wohl noch weitaus länger beschäftigen als die deutliche 1:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen selbst. Nun melden sich die Gruppen, die für das Spiel zu einem 45-minütigen Stimmungsboykott aufgerufen hatten, zu Wort. 

In einer Stellungnahme beklagen rasenballisten, Red Aces und weitere Fangruppen, dass RB Leipzig die Stimmung im Vorfeld der Partie angeheizt habe. So hatten Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick die Leipziger Anhänger vor der Partie explizit zur Unterstützung aufgefordert. Zudem habe der Klub Proteste gegen Montagsspiele generell verboten.

Dass sie ihren Protest während der ersten Halbzeit dann mit Trillerpfeifen vertonten, sieht die Boykott-Fraktion im Nachhinein selbstkritisch. Durch den unkoordinierten Einsatz hätten die Pfeifen an der Eskalationsstufe mitgewirkt. Ein „komplettes Fernbleiben bzw. Schweigen über 90 Minuten“, sei sicher die „elegantere Lösung“ gewesen, gestehen die Gruppen ein.

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Dass es in der Folge auch zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kam, ist in den Augen der rasenballisten hingegen „nicht zu rechtfertigen“: Die am Boykott beteiligten Fangruppen bestreiten jedoch, dass die Gewalt initial von ihnen ausgegangen sei.

Zusammenfassend bilanzieren die Leipzig-Anhänger: „Ungelogen, es war ein schwarzer Tag für RB und alle seine Fans. Gestern hat wirklich ausnahmslos niemand etwas gewonnen! Wir sind uns sicher, dass ein lockerer und von einigen Seiten weniger konfrontativer Umgang mit der Situation einen weniger ereignisreichen Abend beschert hätte.“

Die Gruppen wünschen sich nun, mit den anderen Fans ins Gespräch zu kommen, da sie vermuten, dass ein großer Teil der Ereignisse vom Montagabend auf „Fehleinschätzungen, Gerüchten und Missverständnissen“ beruhe. Ob sie damit bei den anderen Leipziger Anhängern auf offene Ohren stoßen, ist jedoch eher fraglich. So fordern etwa die Schwabenballisten eine „klare Kante“ gegen die Initiatoren des Stimmungsboykotts.