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National

Schulterkameras für Polizisten?

Autor: Kim Heeß Veröffentlicht: 13. Januar 2015
Quelle: imago

Die Opposition in Nordrhein-Westfalen fordert zum Schutz von Streifenpolizisten die Einführung von Schulterkameras. Datenschützer warnen hingegen vor dauerhafter Überwachung.

Die Polizeigewerkschaft stehe nach Informationen der WAZ einem Pilotversuch offen gegenüber. Von Seiten der CDU wurde der Vorschlag eingereicht, Streifenpolizisten mit kleinen Schulterkameras auszurüsten, um Übergriffe zu unterbinden. „Die Polizei-Gewerkschaften sind offen für einen Pilotversuch an Kriminalitätsschwerpunkten in Großstädten. Der NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, sieht einen „vielversprechenden Ansatz“. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) will aber zunächst erste Ergebnisse der Tests mit Schulter-Kameras in Hessen auswerten, meldet die WAZ.

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In Hessen tragen Polizisten seit 2014 bei unterschiedlichen Einsätzen mobile Kameras. Erste Erfolge seien bereits erzielt worden, da die Angriffe auf Polizisten um 26 Prozent gesunken wären. „Sicherheitsexperten verweisen allerdings auch auf die Kehrseite der Überwachung: So sei es für Streifenbeamte nicht leicht, Bürgernähe zu demonstrieren, wenn gleichzeitig eine Kamera laufe“, heißt es weiter.

Die Kameras, die nur Bilder ohne Ton aufzeichnen können, werden von Polizisten getragen, die mit „Videoüberwachung“ gekennzeichnet sind. Ob diese Beamten jedoch mit mehr Respekt behandelt werden, bezweifelt auch die Gewerkschaft der Polizisten.

kh