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National

Schlägerei am Fanprojekt: Nürnberg weist Vorwürfe zurück

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 01. April 2014
Quelle: imago

Nach der Massenschlägerei zwischen Nürnberg- und Freiburg-Fans am vergangenen Wochenende hat sich nun auch der 1. FC Nürnberg zu Wort gemeldet und einige Vorwürfe zurückgewiesen.

„Der 1. FC Nürnberg verurteilt Gewalt in jeglicher Form auf das Schärfste“, betont Martin Bader, Vorstand für Sport & Öffentlichkeitsarbeit beim 1. FC Nürnberg. Angesichts der öffentlichen Darstellung der Vorkommnisse in den vergangenen Tagen, die zum Teil von der Faktenlage abweicht, sei der Club aber „gemeinsam mit dem SC Freiburg jederzeit an einer differenzierten und sachlichen Aufarbeitung interessiert.“

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Laut Polizeibericht hätten „Club“-Fans unter anderem mit Nägeln und Schrauben gefüllte Flaschen geworfen. Der Bundesligist gehe jedoch davon aus, dass dies nicht der Wahrheit entspreche. Die Fans, die mit drei Bussen beim Haus des Freiburger Fanprojekts vorgefahren seien, hätten zu diesem Zeitpunkt vielmehr gar keine Flaschen bei sich geführt.

Auch die Mutmaßung, es habe sich um einen gezielten Angriff auf das Freiburger Fanprojekt gehandelt, weist der Bundesligist zunächst zurück. „Fakt ist, dass die Nürnberger Fanszene in der Vergangenheit niemals eine soziale Einrichtung angegriffen hat oder auf Jugendliche und Kinder losgegangen ist, dies war auch in Freiburg nicht der Fall“, heißt es in einer Erklärung des 1. FC Nürnberg.

„Es geht nicht darum, Einzelne in Schutz zu nehmen oder gewalttätiges Verhalten seitens Nürnberger Anhänger zu beschönigen“, konkretisierte Martin Bader. „Es entspricht unserem Leitbild und Selbstverständnis, dass wir jegliche Angriffe auf Fans rivalisierender Vereine oder womöglich Unbeteiligte missbilligen.“ Den verletzten Anhängern wünscht der 1. FC Nürnberg schnellstmögliche Genesung.

Zur Prävention derartiger Vorkommnisse wird es künftig ein dringliches Anliegen sein, zu den noch anstehenden Spielen mit den jeweiligen Veranstaltern und Polizeibehörden im engen Austausch zum Thema Planung von An- und Abreise zu stehen. Zudem werde der Verein „im Sinne einer differenzierten Aufarbeitung mit der beteiligten Fan-Gruppierung ein direktes Gespräch aufnehmen“, schloss Martin Bader.